Ehemaliger Knappe

Thilo Kehrer schwärmt von Schalke-Zeit und PSG – doch sein Kindheitstraum war ein anderer

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Thilo Kehrer bei der Nationalmannschaft: Für ihn ein Kindheitstraum.

Thilo Kehrer wechselte vom FC Schalke nach Frankreich zu Paris St. Germain. Dort konnte er noch nicht durchstarten, merkt aber einen großen Unterschied.

Schalke – Thilo Kehrer darf man getrost als Eigengewächs des FC Schalke 04 bezeichnen. Jahrgang 1996, wechselte er 2012 in die Knappenschmiede. Der Rest ist bekannt. Kehrer reifte zum Leistungsträger heran, wechselte für eine Rekordablöse nach Frankreich zu Paris St. Germain. "Zwei Klassen Unterschied" sind das, meinte Kehrer im kicker. Doch er weiß, was er Schalke zu verdanken hat.

Der FC Schalke 04 kassierte 37 Millionen Euro im Sommer 2018 für Kehrer. Zweitteuerster Transfer nach Leroy Sané also. Für Schalke ein gutes Geschäft, für Kehrer der nächste Schritt in seiner Karriere – die allerdings von etwas anderem gekrönt wurde. 

Kehrer wechselte von Schalke zu PSG, danach erfüllte sich Kindheitstraum

Nicht sein erstes Spiel mit Schalke, nicht mit PSG – für Kehrer war etwas anderes der bisherige Höhepunkt seiner Karriere: Sein Debüt in der Nationalmannschaft im September 2018 gegen Peru. "Damit erfüllte sich für mich ein Kindheitstraum. Es war die Belohnung für harte Arbeit und Verzicht. Und letztlich einfach auch ein Riesenansporn", sagte Kehrer ebenfalls im kicker. Für einen aktiven Schalker könnte dieser Traum auch bald in Erfüllung gehen. Suat Serdar wurde von Jogi Löw für die Nationalmannschaft nominiert.

Auf Schalke schon Leistungsträger: Thilo Kehrer will bei PSG noch weiter reifen

Der Grundstein dafür wurde beim FC Schalke 04 gelegt. "Ich habe dort den markantesten Teil meiner Jugend verbracht, deswegen ist der Klub auch noch in meinem Herzen. In Schalke hatten wir ein extrem familiäres Verhältnis", so Kehrer über seine Zeit bei den Knappen. Anders ist das in Paris – aber nicht unbedingt schlechter.  "In Paris haben wir Stars und auch einen gewissen Glamour. Vom fußballerischen Niveau her würde ich schon sagen, dass es zwei Klassen Unterschied sind. Von der Tradition gibt’s PSG ja noch nicht so lange - da würde ich nur von einer Klasse Unterschied sprechen", so der Verteidiger.

Kehrer über Schalke: "PSG hat eine ganz andere Reichweite"

Dabei war Thilo Kehrer auch schon zu seiner Schalke-Zeit ein gefeierter Star. Die Nordkurve weiß, was sie an ihren Eigengewächsen hat. Kommen dann noch gute Leistungen hinzu, wird der Spieler erst recht frenetisch gefeiert. Bessere Stimmung aber vielleicht bei PSG? "Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist auf jeden Fall eine andere Aufmerksamkeit: PSG hat eine ganz andere Reichweite. In Frankreich ist alles auf Paris fixiert, es ist ein Riesenwirbel. Damit möchte ich keinesfalls etwas gegen Schalke sagen", sagte Kehrer.

Erst Schalke, dann Paris – und dann? Kehrer will nächsten Schritt machen

In Frankreich jedenfalls will der Ex-Knappe jetzt den nächsten Schritt machen in seiner Karriere, konnte aufgrund einer Verletzung bislang noch nicht richtig durchstarten. Verbesserungspotential sieht er bei sich selbst allemal. Kehrer: "Zunächst in der Konstanz in den Spielen, etwa was mentale Schnelligkeit und Erkennen von Situationen angeht. Aber auch im Bereich der Schnelligkeit, der Stabilität und der Technik. Da gibt’s kaum Limits. Oder im Passspiel."

Da lohnt sich vielleicht zurzeit dann doch mal ein Blick zum Ex-Klub. Der FC Schalke 04 hat einen Lauf – wenn auch der späte 1:1-Ausgleichstreffer gegen Aufsteiger 1. FC Köln als kleiner Dämpfer vermerkt werden kann. Der Umbruch im Ganzen aber scheint gelungen – zu Beginn der Saison jedenfalls. Unter dem neuen Trainer David Wagner blühen einstige Problemprofis wie Amine Harit auf, die Mannschaft wirkt in sich ruhiger und souveräner. Den Lohn fahren Spieler wie Suat Serdar ein, der Kehrers Traum folgt und für die Nationalmannschaft nominiert worden ist von Bundestrainer Joachim Löw. Für die einzige Unruhe könnte das die leidige Vertragsverlängerung von Alexander Nübel sein, die noch immer nicht erfolgt ist.

Bei PSG trainiert Kehrer übrigens unter Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel – der zuletzt erneut mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wurde. Über die Nachfolge von Lucien Favre bei Borussia Dortmund ranken sich nämlich die wildesten Gerüchte. maho

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