Der teuerste Einkauf

Serdar stößt auf Schalke in eine neue Dimension vor

+
Selbstbewusstes Talent: Suat Serdar (links), hier mit Mark Uth beim Training.

Elf Millionen haben die Schalker an den FSV Mainz 05 für Suat Serdar überwiesen. Auf dem 21-jährigen Talent ruhen große Hoffnungen.

Gelsenkirchen/Kunshan - Die Eindrücke, die Suat Serdar in den vergangenen Tagen bei seinem neuen Arbeitgeber gesammelt hat, waren einigermaßen enorm für den 21-Jährigen, wie er selbst zugab. Bereits der Trainingsauftakt am vergangenen Sonntag war für den jungen Mann „etwas ganz Besonderes“ gewesen, als fast 3000 Zuschauer auf das Vereinsgelände gekommen waren, um die Profis bei den ersten Leibesübungen der Saison zu beoabachten. „So etwas kannte ich bislang aus Mainz nicht, da waren es vielleicht mal 500 Leute“, erzählt der Deutsch-Türke. Und so einePR-Reise nach China, wie sie die Schalker derzeit unternehmen, hat er in seinen drei Jahren bei den Rheinhessen auch nicht kennengelernt. „Das ist hier alles etwas größer“, sagt Serdar.

Die neuen Dimensionen, in die das Mittelfeld-Talent da vorgestoßen ist, flößen Serdar zwar einen gewissen Respekt ein, lassen ihn aber nicht vor Ehrfurcht erstarren. Das bewies auch sein erster Auftritt im Schalker Trikot, als erbeim 3:3-Remis gegen den Premier-League-Klub FC Southampton mit einem schönen Schlenzer den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte. „Es ist schön, im ersten Spiel gleich auf diese Weise zu treffen“, verriet er danach dem „Kicker“. Auch ansonsten stach Serdar, der von der U16 bis zur U21 Einsätze in sämtlichen DFB-Jugendteams hatte, mit seiner selbstbewussten Spielweise heraus.

Für Serdar ist Tedesco "ein cooler Typ"

Als ihn die Schalker kontaktierten, hätte Serdar nach eigener Auskunft „nicht lange überlegen müssen“. Erst recht nicht, nachdem er gut eine Stunde mit Cheftrainer Domenico Tedesco telefoniert hatte. „Das war alles sehr entspannt. Er ist ein cooler Typ“, urteilt Serdar über den 32-Jährigen. Dass er von den bislang fünf Neuzugängen mit elf Millionen Euro Ablösesumme der teuerste Einkauf der Schalker in diesem Sommer ist, setzte ihn nicht unter Druck: „Dieses Thema ist eher etwas für die Klubs und für die Öffentlichkeit. Mich interessiert die Summe nicht, ich möchte einfach Fußball spielen, meine Leidenschaft auf den Platz bringen und den Leuten zeigen, was ich so drauf habe“, sagt der in Bingen am Rhein geborene Mittelfeldspieler. Für ihn zähle nun erst einmal nur, „dass ich mich hier weiterentwickele unter dem Trainer und so viele Spiele wie möglich mache“.

Einsetzbar auf der Sechser- oder Achter-Position

Die Aussichten dazu sind jedenfalls blendend. Durch den Weggang von Leon Goretzka (FC Bayern München) und Max Meyer (Ziel weiter unbekannt) sind exakt jene Positionen frei geworden, auf denen sich Serdar am liebsten aufhält. „Ich bin vielseitig, ich kann die Sechser- oder auch die Achter-Position spielen“, behauptet Serdar.

Wunschgegner für die Champions League ist Real Madrid

Ab September wird Suat Serdar dann noch eine weitere, ihm bislang unbekannte Dimension des Profi-Fußballs kennenlernen: die Champions League. Auch hier hat der junge Deutsch-Türke keinerlei Berührungsängste. Gefragt nach seinem Wunschlos für die Gruppenphase meint er: „Ich würde gerne gegen Real Madrid spielen.“

In China wird Serdar erst einmal noch gegen den chinesischen Erstligisten Hebei China Fortune FC antreten dürfen. Das zweite Testspiel im Rahmen der Fernost-Reise findet am 11. Juni (13.30 Uhr deutscher Zeit/DAZN) statt, bevor es einen Tag später zurück nach Gelsenkirchen geht.

Verpassen sie keine Nachricht zum FC Schalke 04 und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare