In seiner Kolumne

Effenberg über Schalke-Chef Tönnies: "So jemand hat in der Bundesliga nichts zu suchen"

Der Kampf gegen Rassismus bewegt derzeit die Welt. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg attackiert deshalb Schalke 04 - besonders S04-Boss Clemens Tönnies.

  • Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg attackiert den FC Schalke 04.
  • Besonders S04-Chef Clemens Tönnies kritisiert Effenberg heftigst.
  • Grund dafür sind die rassistischen Äußerungen von Tönnies vor rund einem Jahr.

Gelsenkirchen - Heftige Proteste in den USA und auch in Deutschland gehen die Menschen auf die Straßen. Der gewaltsame Tod von George Floyd hat die Bevölkerung zum Nachdenken und Handeln angeregt. Der frühere Nationalspieler Stefan Effenberg schlägt die Brücke hinüber zum Fußball. Sein Ziel der Kritik: Der Bundesligist FC Schalke 04.

Name:

Clemens Tönnies

Geboren:

27. Mai 1956 (Alter 64 Jahre), Rheda, Rheda-Wiedenbrück

Funktion:

Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04

Ehepartnerin:

Margit Tönnies

Kinder:

Maximilian Tönnies, Julia Tönnies

Geschwister:

Bernd Tönnies, Annette Hermann, Andrea Tönnies

Effenberg kritisiert im Vorfeld des Spiels von Schalke 04 gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (18 Uhr/live im TV, Live-Stream und im Live-Ticker) den Umgang mit Rassismus im Fußball und in diesem Zusammenhang den Verbleib von Präsident Clemens Tönnies beim Bundesligisten FC Schalke 04. "Während wir über Rassismus diskutieren, darf Clemens Tönnies weiter Schalke-Chef sein. Ein Unding", schreibt Effenberg in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de: "So jemand hat in der Bundesliga nichts zu suchen."

Stefan Effenberg über Schalke-Chef Tönnies: "In Bundesliga nichts zu suchen"

Tönnies hatte vor knapp einem Jahr als Redner beim Tag des Handwerks in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

Man dürfe nach solchen Aussagen des Chefs "schon noch mal fragen, wie ein Verein sich glaubhaft gegen Rassismus positionieren möchte", schreibt Effenberg. Schalkes Weston McKennie hatte im Spiel gegen Werder Bremen als einer der Ersten ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Anschließend holte er gar gegen US-Präsident Donald Trump aus. "Clemens Tönnies darf bis heute den Verein führen. Ich habe dafür null Verständnis. Wer sich rassistisch äußert, hat in keiner Funktion eines Vereins etwas zu suchen."

Schalke-Boss Clemens Tönnies (rechts) geriet ins Visier von Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg.

Tönnies hatte sein Amt lediglich drei Monate ruhen lassen. "Aus meiner Sicht sind wir in Deutschland Meister der Inkonsequenz und des Totschweigens. Der Fall Clemens Tönnies ist für mich das beste Beispiel", erklärte Effenberg: "Und aus heutiger Sicht ist der Umgang mit der Konsequenz, dass er heute wieder auf der Tribüne sitzt, eine Katastrophe gewesen." Möglicherweise bald auf die Schalker Tribüne könnte Benedikt Höwedes zurückkehren. Nach seiner Vertragsauflösung in Moskau steht eine Rückkehr zu Schalke 04 im Raum. Es gibt einige Pros und Kontras. Sascha Riether hat sich zu einer möglichen Rückkehr geäußert.

Mit dpa-Material

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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