Schalke hat Vereinsrekord im Blick - sieben Siege in 22 Tagen

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Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes spürte noch ein paar Wehwehchen nach seiner Verletzung am Sprunggelenk.

Gelsenkirchen - Nach dem mühelosen 4:0 gegen Asteras Tripolis wollen die Seriensieger von Schalke 04 Geschichte schreiben. Am Sonntag gegen den 1. FC Köln soll erstmals der siebte Pflichtspielerfolg nacheinander herausspringen.

Nach dem erstaunlich mühelosen Sieg Nummer sechs erlaubte sich Leon Goretzka einen kurzen Blick in die Zukunft. "Es wäre natürlich schön, vor Dortmund in die Länderspielpause zu gehen", sagte der Mittelfeldspieler von Schalke 04 nach dem 4:0 (3:0) in der Europa League gegen Asteras Tripolis.

Um den königsblauen Wunsch zu erfüllen, braucht es zunächst einen Vereinsrekord - und dann Schützenhilfe von Bayern München. "Sieben Siege in Folge hat es, glaube ich, noch nicht gegeben auf Schalke", stellte Goretzka fest. In der Tat: Mit einem weiteren Erfolg am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln hätten die Gelsenkirchener erstmals in Bundesliga-Zeiten sieben Pflichtspiele in Folge gewonnen. Sollte zwei Stunden später der Erzrivale BVB in München Punkte lassen, würde Schalke gar auf Platz zwei springen. "Das wäre ein schöner Nebeneffekt", meinte Goretzka. Besonders bemerkenswert: Die Königsblauen streben ihren siebten Sieg in nur 22 Tagen an - eine unglaubliche Energieleistung.

"Den letzten verdammten Schritt gehen"

"Wir wollen diese wahnsinnigen drei Wochen erfolgreich abschließen", sagte Trainer Andre Breitenreiter, "alle Kräfte bündeln und noch mal alles raushauen." Und Sportvorstand Horst Heldt ergänzte: "Wir wollen jetzt auch noch diesen verdammten letzten Schritt gehen." Kurz vor Ende der drei Englischen Wochen in Folge passte es gut, dass Schalke beim zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel der Europa League gegen den zweiten überforderten Gegner Kräfte sparen konnte.

Nach dem Blitz-Hattrick von Franco Di Santo in 17 Minuten (28./37. /44.) war das Spiel schon zur Halbzeit entschieden, und Breitenreiter gönnte auch Mittelfeldlenker Johannes Geis - bislang im Dauereinsatz - eine erste Pause. Der Ex-Mainzer war Zuschauer, als Klaas-Jan Huntelaar auf 4:0 erhöhte (84.). Wenig tun musste Ralf Fährmann für einen persönlichen Rekord: Seit 498 Minuten ist der 27-Jährige mittlerweile in Pflichtspielen ohne Gegentor - und klopft immer lauter bei Bundestrainer Joachim Löw an.

Idealer Wiedereinstieg für Höwedes

Mit Taten, nicht mit Worten: "Ich bin froh, wenn ich weiter zu Null spielen kann", sagte er, "das ist ein ganz gutes Argument." Für Benedikt Höwedes war die einseitige Partie der ideale Wiedereinstieg nach über vier Monaten Zwangspause. "Hier und da ein paar Wehwehchen" verspürte der Weltmeister zwar nach seinem ersten 90-Minuten-Einsatz seit dem 10. Mai, "aber ich brauche Spiele, dafür war das heute prädestiniert."

Während der Kapitän eine komplexe Verletzung im linken Sprunggelenk auskurierte, wurden aus von den eigenen Fans beschimpften Versagern umjubelte Seriensieger. Vor allem dank Breitenreiter, meinte Höwedes: "Er hat eine Euphorie reingebracht, die den ganzen Verein, vor allem aber die Mannschaft beflügelt hat. Wir haben klare Strukturen, man sieht deutlich mehr Emotionen und Leidenschaft auf dem Platz." - sid

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