Beide wollen spielen

Aussprache mit Rudy - Mascarell lauert

+
Schalkes Trainer Domenico Tedesco (rechts) hat Sebastian Rudy seine Beweggründe für die frühe Auswechslung in München erläutert.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco hat sich nach dessen Demütigung mit Sebastian Rudy ausgesprochen. Mit Blick auf Freiburg spricht viel für einen Einsatz des Nationalspielers. Doch die Konkurrenz lauert.

Gelsenkirchen – Es ist nicht übermittelt, welche und wie viele Gedanken sich Sebastian Rudy gemacht hat. Wie viele Fragen er sich selbst gestellt hat nach dem für ihn metaphorischen Schlag ins Gesicht, als Schalkes Mittelfeldspieler am Samstag im Gastspiel bei seinem Ex-Klub FC Bayern nach 33 Minuten ausgewechselt worden war.

Während Sportvorstand Christian Heidel den Königstransfer des Sommers öffentlich ziemlich in die Mangel genommen und öffentlich angezählt hatte („Da muss mehr Power rein“), sprach Trainer Domenico Tedesco zunächst von einem taktischen Wechsel. Den direkten Dialog mit Rudy konnte der 33-Jährige allerdings erst drei Tage nach dieser Ohrfeige suchen.

„Ich habe mit Sippi gesprochen und ihm die Thematik aus meiner Sicht erläutert, das war mir wichtig“, berichtet Tedesco: „Wir hatten eine gewisse Idee, wie wir in München Fußball spielen und dass wir in gewissen Phasen Ballbesitz haben. Das hat nicht funktioniert, dementsprechend war es ein taktischer Wechsel. Sebastian Rudy ist sicherlich nicht der Schuldige, sondern der Leidtragende.“ In dieser Woche habe er einen „definitiv positiven und stabilen Eindruck“ vom Nationalspieler gehabt.

Freibug-Spiel kommt Rudy entgegen

Es spricht vieles dafür, dass Rudy im Heimspiel der Königsblauen am Samstag gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) eine neue Chance bekommt. Was für den 28-Jährigen spricht: Gegen die Breisgauer dürften die Knappen deutlich mehr Ballbesitz haben als in München. Und somit weniger dahingehend gefordert sein, gegen den Ball arbeiten zu müssen. Punkte, die Rudy entgegenkommen.

Omar Mascarell.

Doch ein Freifahrtschein für den feinen Fußballer ist das gewiss nicht. Denn für das zentrale Mittelfeld ist die Konkurrenz groß. Einer, der zuletzt auch schon als Fehleinkauf abgestempelt wurde, drängt sich mehr und mehr auf: Omar Mascarell. Vor allem, weil er Rudy in München mit seinen Stärken gut ersetzte. Selbst nach seiner Einwechslung beim Pokal-Sieg gegen Düsseldorf war sein Trainer zufrieden.

„Er hat seine Sache da gut gemacht – auch wenn wir schon 3:0 geführt haben, als er reinkam“, erläutert Tedesco: „Da war das Spiel trotzdem noch nicht entschieden. Die Düsseldorfer haben noch gelebt und entsprechend ihr Tor gemacht. Omar hat es geschafft, zu stabilisieren. Er hat gute Entscheidungen getroffen – mit und ohne Ball. Auch jetzt in München haben wir positive Signale empfangen. Er ist gut drauf, macht das gut. Es zeigt, was er für ein Spieler ist.“

Tedesco lobt Mascarells Charakter

Dabei verweist der Schalker Chefcoach darauf, dass der Ex-Frankfurter zuletzt am 11. Dezember des Vorjahres (1:0 in der Champions League gegen Lokomotive Moskau) auf dem Platz gestanden hatte. „Und dann“, meint Tedesco“, kommst du in beiden Partien so rein. Das ist Charakter.“

Charakter, den er von all seinen Kickern verlangt. Vor allem auf dieser zentralen Position im Mittelfeld. Auch von Rudy. So, wie es Mascarell zuletzt zeigte. „Ich fühle mich gut, bin aggressiv und gut“, erklärt Mascarell: „Für mich ist es wichtig, Vertrauen vom Coach zu bekommen.“ Vertrauen, um das er derzeit genauso kämpft wie Rudy.

Verpassen sie keine Nachricht zum FC Schalke 04 und werden Sie Fan unserer Facebook-Seite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare