Nach Sieg gegen Hoffenheim

Kolasinac oder Mascarell - Wer wird Kapitän auf Schalke? Es gibt zahlreiche Indizien

Sead Kolasinac stand beim Sieg von Schalke gegen Hoffenheim erstmals wieder für S04 auf dem Platz - und trug sofort die Binde. Bleibt der Bosnier jetzt Kapitän?

Gelsenkirchen - Neues Feuer soll Sead Kolasinac beim FC Schalke 04 entfachen. Und das ist ihm bei seinem Comeback am Samstagnachmittag mit Bravour gelungen. Nicht nur, dass der Linksverteidiger sofort über 90 Minuten ran durfte - Sead olasinac trug beim 4:0 über Hoffenheim auch gleich mal die Kapitänsbinde.

SpielerSead Kolasinac
VereinFC Schalke 04
NationalitätBosnien-Herzegowina
Größe1,83m

Bleibt Sead Kolasinac Kapitän auf Schalke? Indizien sprechen für den Neuzugang und gegen Omar Mascarell

Die unmittelbare Beförderung zum Spielführer der Knappen hatte gefruchtet - so wie sich S04-Trainer Christian Gross das vorgestellt hatte. Schon vor dem 4:0-Erfolg gegen Hoffenheim hatte der Schweizer Übungsleiter davon gesprochen, mit der kurzfristigen Vergabe der Kapitänsbinde an Sead Kolasinac ein Zeichen an dessen Mitspieler zu setzen. „Dadurch, dass ein Schalker Junge bei uns spielt, sehe ich die Möglichkeit, dass er neuen Schwung gibt in der Mannschaft – aber auch im Umfeld“, erklärte Trainer Christian Gross.

Doch was die Fans nicht vergessen sollten, ist, dass Schalkes nomineller Kapitän Omar Mascarell am Samstag verletzungsbedingt nicht im Kader der Königsblauen stand. Der Spanier laboriert schon seit mehreren Wochen an muskulären Problemen. Sobald Omar Mascarell wieder in den Kader der Königsblauen zurückkehrt, muss Trainer Christian Gross eine Entscheidung treffen, wer auf Schalke fortan die Binde trägt.

In jedem Fall bekommt Omar Mascarell durch die Leihgabe des FC Arsenal enorme Konkurrenz in seiner Rolle - so viel steht fest. Sead Kolasinac gilt nicht nur als enorm mentalitätsstark, sondern stammt aus der Schalker Knappenschmiede und genießt zudem ein hohes Ansehen bei den Fans der Königsblauen. Außerdem nimmt er seine neue Führungsrolle sehr ernst und gibt den Mitspielern sofort Ansagen*, wie Ruhr24.de berichtet.

Sead Kolasinac gratuliert Amine Harit für dessen Gala-Vorstellung am Samstag gegen Hoffenheim. Der Marokkaner sammelte vier Scorer-Punkte.

Es gibt zahlreiche Indizien, die dafür sprechen, dass Sead Kolasinac Kapitän auf Schalke bleiben könnte. Die besten Gründe und klarsten Anzeichen gibt es hier im Überblick.

Bleibt Sead Kolasinac Kapitän auf Schalke? Diese Indizien sprechen für den Neuzugang

  • Gegen die TSG Hoffenheim stand Omar Mascarell zwar nicht in der Aufstellung, dafür aber Benjamin Stambouli. Dieser wurde zu Beginn der Saison noch von Ex-Trainer David Wagner zum stellvertretenden Kapitän auf Schalke gemacht. Das hat sich auch unter Manuel Baum nicht geändert. Wenn Omar Mascarell nicht spielte, trug Benjamin Stambouli stattdessen die Binde. Dass er für diese Rolle gegen Hoffenheim nicht berücksichtigt wurde, spricht dafür, dass Christian Gross die bestehenden Hierarchien in der Schalker Mannschaft grundsätzlich neu sortiert.
  • Die Entscheidung, Sead Kolasinac zum Kapitän zu machen, könnte intern längst vereinbart sein. Schalke 04 zeigte im Sommer bereits Interesse an einer Rückhol-Aktion des Bosniers. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge forderte Sead Kolasinac bereits damals die Kapitänsbinde als Bedingung für einen Transfer. Und auch bei seinem tatsächlichen Wechsel im Winter könnte es zu einer Abmachung gekommen sein. Die Bild schrieb bereits Ende Dezember, dass Christian Gross plane, den Linksverteidiger zum Spielführer zu machen.
  • Daneben spricht auch die Erfahrung für Sead Kolasinac. Der Bosnier ist zwar ein paar Monate jünger als Omar Mascarell, hat dafür allerdings schon doppelt so viele Pflichtspiele im Trikot des FC Schalke 04 absolviert. Sead Kolasinac trug das Trikot für die erste Mannschaft Knappen von 2012 bis 2017. Omar Mascarell ist erst seit 2018 mit an Bord und wurde zudem schon mehrfach durch Verletzungen zurückgeworfen.
  • Die banalste aller Referenzen ist und bleibt das Spiel am vergangenen Wochenende. Schalke war um ein Haar ein komplettes Jahr sieglos in der Liga. Der Rekord von Tasmania Berlin drohte gebrochen zu werden. Und ganz gleich, ob wegen oder nur mit Sead Kolasinac - am Samstag sendete der FC Schalke 04 erstmals ein ordentliches Lebenszeichen. Warum nicht also den Impuls mitnehmen?

Die Entscheidung, wer auf Schalke in den kommenden Wochen und Monaten Kapitän sein wird, liegt letztlich bei Schalkes Trainer Christian Gross, sofern hinter den Kulissen nicht längst eine Einigung erzielt wurde. Nach dem Spiel gegen Hoffenheim hielt sich der Schweizer auf Nachfrage jedoch bedeckt. „Das können wir nächste Woche diskutieren“, sagte Gross und schob hinterher: „Also intern werden wir das diskutieren.“ Man darf also gespannt sein. - *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner / dpa

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