Schalke 04

Keine Chance für Di Santo - aber Erfolglos-Stürmer will bleiben

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Franco Di Santo gelang auch im zweiten Jahr auf Schalke nicht der Durchbruch.

Gelsenkirchen - Auch in seinem zweiten Jahr auf Schalke gelingt Franco Di Santo nicht der Durchbruch. Der Trainer plant nicht mehr mit dem Stürmer. Doch davon lässt er sich wohl nicht beeindrucken.

Franco Di Santo hat auf Schalke einen äußerst schweren Stand. Zu diesem Schluss dürfte auch derjenige kommen, der das Geschehen rund um die Königsblauen nicht täglich verfolgt. Der Argentinier spielt in Gelsenkirchen meist nur die zweite Geige. Wenn überhaupt.

Dabei war er voller Euphorie gekommen. 2015 verließ er Bremen, wo er gewiss ein starkes Jahr gespielt und so die Herzen der Werder-Fans erobert hatte. Dass er den Grün-Weißen trotz eines verbesserten Angebotes den Rücken gekehrt hatte, um auf Schalke wirtschaftlich wie sportlich besser dazustehen, nehmen sie ihm bis heute übel.

Persönlich hat er sich sportlich allerdings kaum verbessert. Schon in seiner ersten Saison in Königsblau erfüllte der Sechs-Millionen-Mann die Erwartungen nicht. Zwei magere Bundesliga-Tore waren seine Ausbeute. Zum Ende der Spielzeit schaffte er es nicht einmal mehr in den Kader des damaligen Cheftrainers Andre Breitenreiter. Es gehe nach dem Leistungsprinzip, ließ er damals vielsagend durchblicken.

Auch zweiter Anlauf missling

Di Santo wollte einen zweiten Anlauf wagen. Flüchten wollte er nicht. „Ich will hier Erfolg haben. Dafür arbeite ich zu 100 Prozent und versuche, dem Team zu helfen“, sagte er im Sommer-Trainingslager in Mittersill.

Es blieb allerdings bei den Versprechungen. Viel zu sehen war vom 28-Jährigen auch 2016/17 nicht. Zwei Tore und zwei Assists in zwölf Liga-Einsätzen ist für einen Stürmer nicht gerade die beste Quote. Davon stand er lediglich dreimal in der Startelf, eine Verletzung setzte ihn lange außer Gefecht. Doch auch danach spielte er kaum eine Rolle.

Coach Markus Weinzierl scheint nicht sonderlich viel vom Argentinier zu halten und plant nicht mehr mit ihm. Di Santo hat es sich offenbar mit dem Cheftrainer verscherzt. Weinzierl deutete vor dem letzten Spieltag in Ingolstadt an: „Wir wissen jetzt, wer sich mit diesem Verein identifiziert und ein Herz für Schalke hat.“ Di Santo schaffte es in besagter Partie nicht einmal in den Kader.

Di Santo will bleiben

Daher dürfte sich Manager Christian Heidel kaum querstellen, sollte für den bis 2019 unter Vertrag stehenden Angreifer ein Angebot ins Haus flattern. Von sich aus wird Di Santo allerdings nicht gehen. Warum auch, bei rund vier Millionen Jahresgehalt. So etwas lässt sich schließlich komfortabel aussitzen.

„Er ist sich zu 100 Prozent sicher und wird zum Start der Vorbereitung da sein. Er hat dem Trainer gesagt: ‚Wenn ich fit bin, dann spiele ich'“, erklärte sein Berater Matias Lahorca. Der Stürmer selbst sagte in einem Instagram-Video: „Ich möchte bleiben, aber es ist nicht meine Entscheidung.“

Sondern die der Schalker Verantwortlichen. Und die haben wohl schon längst ihr Urteil gefällt. Trotz aller Bekundungen des Profis.

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