Dienstag beim Hamburger SV

Schwerer Rucksack verbietet weiteren Schalker Fehltritt

Fabian Reese (links) und Donis Avdijaj (rechts) sind die Kandidaten für den Schalker Sturm in Hamburg.
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Fabian Reese (links) und Donis Avdijaj (rechts) sind die Kandidaten für den Schalker Sturm in Hamburg.

Gelsenkirchen - Nach zuletzt einem Punkt aus drei Partien steht Schalke 04 im Auswärtsspiel beim Hamburger SV in der Pflicht. Einen weiteren Stolperer darf sich Königsblauen eigentlich nicht mehr erlauben.

Der allmorgendliche Blick auf das medizinische Bulletin der Klub-Ärzte bereite Manager Christian Heidel einmal mehr große Sorgen. Gute Nachrichten gab es auch diesmal nicht. Die Liste der Verletzten bei Schalke 04 ist unverändert lang. „Leider kehrt keiner zurück“, bestätigt Markus Weinzierl.

Damit bleibt dem Coach der Königsblauen auch im letzten Spiel des Jahres am Dienstag beim Hamburger SV (20 Uhr bei uns im Live-Ticker) nichts anderes übrig, als den aktuellen personellen Notstand zu verwalten. Natürlich sei es bei so vielen Ausfällen schwierig, meint der Trainer: „Meine Aufgabe ist es, aus den Gegebenheiten das Beste herauszuholen.“ So engagiert das seine verbliebenen Mannen zuletzt auch gemacht haben: Es kam nur wenig Zählbares dabei heraus.

Der Lauf von zwischenzeitlich zwölf Partien ohne Niederlage ist längst gestoppt. In der Bundesliga sprang aus den vergangenen drei Aufgaben nur ein Punkt heraus – beim 1:1 gegen den Freiburg.

Alle Stürmer fallen aus

Es war ein Auftritt der Königsblauen, der viel Luft nach oben ließ. Wille, Leidenschaft und Emotion waren ihnen auch in dieser Partie nicht abzusprechen. Was jedoch fehlte, waren Ideen in der Offensive. Nach der Begegnung wies Weinzierl darauf hin, dass sein Team die Partie gewonnen hätte, wenn ein klassischer Stürmer „dabei gewesen wäre“. Doch hinter diesem Argument dürfen sich die Königsblauen nicht verstecken, da Eric Maxim Choupo-Moting, Franco Di Santo, Klaas-Jan Huntelaar und Breel Embolo auch in Hamburg fehlen werden. Zumal der beste Schalker Schütze mit Nabil Bentaleb (vier Treffer) ein Mittelfeldspieler ist.

Fakt ist: Schalke 04 darf sich mit mageren 18 Punkten auf dem Konto kaum noch Fehltritte erlauben. Dem Horror-Start sei gedankt. „Das wirst du nie aus dem Rucksack los“, merkt Heidel an. Daher bemühen sich die Verantwortlichen darum, die Auftritte ab dem sechsten Spieltag als Maßstab zu nehmen. Die ersten fünf Partien ausgeklammert, „haben wir einen Punkteschnitt von 1,8“, rechnet Weinzierl vor. „Wenn wir das bis zum Ende durchziehen könnten, hätten wir über 50 Zähler. Dann hätten wir unser Ziel wahrscheinlich erreicht. Das gilt es, konstant zu halten.“

Weinzierl warnt vor Wood und Co.

Dafür müssen die Königsblauen aber wieder dreifach punkten. Beim HSV, der sich in Weinzierls Augen unter Coach Markus Gisdol „stark verbessert“ habe. Dabei warnt Schalkes Coach vor allem vor den schnellen Offensivspielern um Filip Kostic und Nicolai Müller auf den Außen sowie Bobby Wood im Zentrum.

„Da haben sie ihre Qualitäten“, sagt er. „Wir müssen dagegen halten. Ich erwarte, dass wir noch einmal alles raushauen und die drei Punkte mit nach Gelsenkirchen nehme. Damit Heidels Wunsch, „dass wir am Dienstagabend 21 Punkte haben“, in Erfüllung geht: „Welcher Tabellenplatz am Ende da steht, ist ja mehr so eine psychologische Geschichte.“ Die aber sicherlich für weniger Sorgenfalten sorgen dürfte.

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