Schiedsrichterverschwörung bei Schalke 04?

GELSENKIRCHEN  Trainer Felix Magath wittert eine Schiedsrichterverschwörung gegen den Fußball-Bundesligisten Schalke 04.

„Wir haben sieben Spiele viermal in Unterzahl beendet. So etwas habe ich in meiner Trainerkarriere noch nicht erlebt“, sagte Magath dem „Express“. Seine Mannschaft habe allerdings kein Disziplinproblem. Der ehemalige Nationalspieler Magath beklagte Unverhältnismäßigkeiten in der Bewertung von Szenen, die zu Platzverweisen gegen Schalker Spieler führten. „Die Art und Weise war für mich nicht stimmig. Uns fehlt da auch die Lobby. Was meinen Sie, wenn das dem FC Bayern passiert wäre? Da wäre das Geschrei groß gewesen. Bei uns wird das übergangen“, sagte Magath. Zudem erklärte der Trainer-Manager, Horst Heldt werde ihn nun „Zug um Zug“ entlasten. Sportvorstand Heldt seinerseits forderte Stürmerstar Raul zu mehr Egoismus auf. „Er stellt sich absolut in den Dienst des Teams, ist permanent unterwegs, um Struktur ins Spiel zu bringen. Dabei opfert er mitunter seine persönlichen Stärken“, sagte Heldt. Raul brauche mehr Unterstützung. Dass sich die einstigen Spitzenclubs Schalke 04 und VfB Stuttgart am Wochenende zum Krisengipfel treffen, hättet Heldt nie gedacht. Die Tabellen-Konstellation vor dem Duell des Bundesliga-Vorletzten mit dem Schlusslicht aus dem Schwabenland am kommenden Samstag sei „schon der Wahnsinn“, sagte Heldt. „Ich hätte das nicht für möglich gehalten, es spiegelt auch nicht die Qualität beider Teams wider“, ergänzte Schalkes Sport-Vorstand vor der Partie gegen seinen ehemaligen Club. Der 40-Jährige ist aber sicher, dass beide Mannschaften ihre sportlichen Krisen meistern werden. „Es wäre fatal, etwas zu verharmlosen. Aber die Einschätzung bleibt, dass sowohl Schalke als auch der VfB unten rauskommen.“ Nach einem miserablen Saisonstart hat Stuttgart nach sieben Bundesliga-Spieltagen erst drei Punkte, Schalke als 17. nur einen Zähler mehr. Vor seinem Wechsel auf den Vorstandsposten bei Schalke zu Saisonbeginn war Heldt sieben Jahre lang in verschiedenen Funktionen für den VfB tätig. Sein Weggang in der Vorbereitungszeit hatte vor allem bei VfB-Präsident Erwin Staudt für Unmut gesorgt. Die Unstimmigkeiten seien aber abgehakt. „Unser Kontakt seit dem Wechsel war gut und intensiv, die Dinge sind ausgeräumt“, meinte Heldt, der jede Verantwortung für die sportliche Misere der Schwaben von sich wies: „Ich habe dem Verein zwei Monate vor Ende der Transferfrist mitgeteilt, dass ich mich verändern möchte“, sagte Heldt. Danach sei noch genügend Zeit gewesen für Transfers, „die ja auch getätigt wurden“.  dpa

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