Schalkes Pleite gegen Bayern

Schalke ärgert sich über Handspiel-Situationen - Schiedsrichter-Boss äußert sich

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Schalkes Trainer David Wagner reagierte mit Unverständnis auf die zwei verwehrten Hand-Elfmeter gegen den FC Bayern.

Schalke 04 verliert verdient gegen den FC Bayern, doch zwei nicht gegebene Handelfmeter sorgen für Diskussionsstoff.

Gelsenkirchen - Nein, er wollte gar nicht erst einen anderen Hauptschuldigen suchen. "Bayern München hat verdient gewonnen", sagte Schalkes Trainer David Wagner nach der 0:3-Niederlage seiner Mannschaften im Heimspiel gegen den Rekordmeister. "Allerdings", ergänzte der 47-Jährige, "ist der Sieg aus meiner Sicht etwas zu hoch ausgefallen."

Womit der Chefcoach der Königsblauen vor allem die zweite Halbzeit meinte. Nicht nur, dass seine Mannen dort im Vergleich zum ersten Abschnitt mutiger waren, aktiver wurden und eigene Chancen kreierten. Es gab zwei Szenen, die das Schiedsrichtergespann um Referee Marco Fritz gegen die Knappen auslegten. "Aus meiner Sicht hätten wir zwei Handelfmeter bekommen müssen", sagte Wagner. Eine Ansicht, die er tatsächlich nicht exklusiv hatte.

Selbs der Unparteiische Fritz räumte ein: "Ich würde es wahrscheinlich anders entscheiden, kann aber nachvollziehen, dass ich nicht zur Überprüfung raus geschickt worden bin, weil es keine 100-prozentige Fehlentscheidung war."

  • Szene 1: Ecke von Daniel Caligiuri, Matija Nastasic köpfte aus kurzer Distanz an den deutlich ausgesteckten Arm von Benjamin Pavard (56.), der jedoch mit dem Rücken zum Ball stand. Für Schiedsrichter Fritz kein Elfer. "Der Ball geht aufs Tor, der Gegenspieler spreizt den Arm ab. Ob Absicht oder nicht: So etwas ist für mich Elfmeter, so habe ich die Regelauslegung verstanden", sagte Wagner. Fritz erklärte: "Der Arm ist weit weg vom Körper, aber eben unabsichtlich."
  • Szene 2: Daniel Caligiuri schoss einen Freistoß nach 63 Minuten aus rund 20 Metern Richtung Tor, wollte die Kugel rechts an der Mauer vorbei schlenzen. Bayerns Neuzugang Ivan Perisic lenkte den Ball klar mit dem Arm ab. Fritz entschied "nur" auf Eckball für Schalke. "Darüber kann man sicherlich reden", meinte sogar Münchens Coach Niko Kovac im ZDF. Fritz erklärte derweil: "Er hat den Arm nah am Körper. Natürlich geht der Ball an die Hand, aber da ist der Arm nicht abgespreizt, von daher ging es dort mit Eckball weiter."

Schalke unterliegt dem FC Bayern

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich bezeichnete beide Situationen am Sonntag im Doppelpass auf Sport1 als "sehr kritisch". Dass das Handspiel von Pavard nicht geahndet wurde, konnte Fröhlich verstehen, da der Franzose "aus einer Drehbewegung kommt und keine klare Orientierung besitzt".

Im Fall von Perisic erkannte Fröhlich jedoch "eine Orientierung des Spielers zum Ball". Er wollte in der Nachbearbeitung der Szene deshalb vor allem der Kommunikation zwischen Fritz und seinen Videoassistenten Aufmerksamkeit schenken.

Denn genau das sorgte für großes Unverständnis auf Schalker Seite: dass dass Fritz sich die Szenen - auf Rat von Video-Assistent Bastian Dankert - nicht selbst noch einmal angeschaut hat. "Wir waren einfach verwundert, dass es nicht richtig gecheckt wird. Wenn es strittige Szenen gibt, muss man sich das angucken", sagte Sascha Riether, Schalkes Lizenzspieler-Koordinator. Fritz versicherte jedoch: "Es gab bei allen potenziellen Handspiel-Situationen immer eine Kommunikation mit Köln."

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