Personalpuzzle bei den "Königsblauen"

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Auf geht’s: Trainer Jens Keller will die Erfolgsserie in der Bundesliga fortsetzen.

GELSENKIRCHEN - Auch wenn Horst Heldt und Jens Keller nach außen hin ein harmonisches Duo zu sein scheinen, sind sie doch nicht immer einer Meinung. Während Manager Heldt vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig am Samstag (15.30 Uhr) felsenfest davon überzeugt ist, „dass die größte Herausforderung nach der Partie gegen Real Madrid das Umschalten auf den Liga-Alltag ist“, sagt Trainer Keller: „Nö, das sehe ich nicht so.“

Von Jens Greinke

Der Schalke-Coach ist sich sicher, dass die beiden Achtelfinal-Begegnungen gegen die „Königlichen“ aus Madrid dafür sorgen, „dass die Spieler auch in der nächsten Saison wieder in der Champions League dabei sein wollen“. Zumal der Auftritt der Schalker im Estadio Bernabeu am vergangenen Dienstag beim 1:3 nicht so demoralisierend war, wie das 1:6-Debakel im Hinspiel.

Vertrag für Sané

Der 18 Jahre alte Leroy Sané hat einen Profivertrag beim FC Schalke 04 unterschrieben. Der Zweijahresvertrag gilt für den Sohn des ehemaligen Bundesliga-Spielers Souleyman Sané von der Saison 2015 an. Für die kommende Saison erhält Sané Junior zunächst einen Fördervertrag.

„Er hat die guten Gene seines Vaters geerbt, und wir hoffen, dass er in seine Fußstapfen treten wird“, erklärte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt in einer Mitteilung. Sané hatte als Profi unter anderem für den SC Freiburg, den 1. FC Nürnberg und die SG Wattenscheid 09 gespielt. - dpa

So macht sich Keller „keinen Kopf“, was die Motivation der Mannschaft im Duell mit dem Tabellenletzten angehen wird. Mehr Kopfschmerzen bereitet dem 43-jährigen schon personelle Situation, die sich weiter angespannt hat. Der erneute Ausfall von Kapitän Benedikt Höwedes, der sich in Madrid einen Muskelbündel-Riss zugezogen hatte und nun sogar um die Teilnahme an der Fußball-WM im Sommer bangen muss, hat die Situation weiter verschärft.

Logischer Vertreter in der Innenverteidigung wäre eigentlich Kyriakos Papadopoulos, doch Keller sagt: „Ich sehe ihn nach seiner langen Verletzungspause noch nicht bei 100 Prozent.“ Weitere Alternativen wären Dennis Bergmann aus der U 23, Kaan Ayhan oder sogar Roman Neustädter.

Einig sind sich Heldt und Keller letztlich in der Bewertung von Eintracht Braunschweig. „Die sind wahrlich nicht leicht zu bespielen“, sagt der Manager. Und der Trainer ergänzt sogar: „Die werden um ihr Leben laufen.“

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