Glücklicher Sieg gegen Mainz

Wagner hadert: Nach diesem Spiel gibt es keinen Grund, in Euphorie zu verfallen

+
Schalkes Trainer David Wagner wusste den Sieg gegen Mainz richtig einzuschätzen.

Schalke feiert gegen Mainz den dritten Sieg in Serie. Das gibt Selbstvertrauen, aber kein Grund zur Euphorie, mahnt Trainer David Wagner.

Gelsenkirchen – Minutenlang nach dem Abpfiff sangen die Schalker Fans, feierten mit dem Team den dritten Sieg in Serie. Tanzten. Hüpften. Die Königsblauen haben sich nach dem Beinahe-Abstieg schneller rehabilitiert als es selbst die kühnsten Optimisten für möglich gehalten hätten.

Mit dem 2:1-Erfolg am Freitagabend gegen Mainz 05 sprangen die Knappen sogar zwischenzeitlich auf Rang zwei. Die Ausbeute von zehn Punkten aus fünf Partien ist für die Beteiligten mehr als zufriedenstellend.

„Man darf das jetzt nicht überbewerten“, meinte Sportvorstand Jochen Schneider: „Wir haben ja gesagt, dass wir vom 1. Juli an einiges anders machen wollen.“ Dabei verwies er auf den nach wie vor laufenden Prozess.

Schalker Einbruch

Zu Recht. Denn lange hatte es nicht danach ausgesehen, dass die Schalker als Sieger vom Platz gehen würden. Nach einer guten ersten Halbzeit brach die Mannschaft von Cheftrainer David Wagner plötzlich ein, sodass die Rheinhessen nach der Führung der Königsblauen durch Suat Serdar (36.) in der 74. Minute durch Karim Onisiwo zum verdienten Ausgleich kamen.

Spät, aber nicht zu spät: Schalker 2:1 gegen Mainz 05

„Ich war mit der zweiten Halbzeit überhaupt nicht einverstanden“, monierte Wagner: „Wir haben 40 Minuten sehr schlecht und sehr fahrig Fußball gespielt. Unser Problem war der eigene Ballbesitz: Wir waren zu fehlerhaft, sind weggerutscht, hatten technische Schwierigkeiten, waren unkonzentriert.“

Wagner sieht noch viel Arbeit vor sich

Der Coach habe sogar eher mit einem zweiten Mainzer Tor gerechnet als mit einem seiner Schalker. Bis zur Schlussphase, in der wieder „Energie auf dem Platz war“, wie Wagner zufrieden feststellte. „Diese Mentalität war richtig zu fühlen.“ Mit dem Ergebnis, dass der abermals starke Amine Harit mit seinem Treffer (89.) für den dritten Dreier in Serie sorgte.

Somit ist die kommende Schalker Aufgabe am Samstag bei RB Leipzig (15.30 Uhr) schon beinahe ein Topspiel – zumindest gemessen an der Tabellenkonstellation. Aber davon wollen sie bei den Königsblauen überhaupt nichts hören.

„Wir wissen, dass es ein glücklicher Sieg war. Daher wissen wir das entsprechend einzuschätzen“, sagte Wagner und wurde sogar noch deutlicher: „Nach unserem Spiel gegen Mainz gibt es keinen Grund, in Euphorie zu verfallen.“ Weil er eben noch genügend Arbeit vor sich sieht.

Arbeit haben in Zukunft bei Schalker Heimspielen auch die Mitarbeiter auf den Parkplätzen vor der Brust. Der FC Schalke 04 will nämlich Parkgebühren an der Arena kassieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare