Nübel fällt wohl aus

Erste Chance für Schubert: Keeper steht bereit

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Schalkes Torwart Alexander Nübel (links) droht gegen Köln auszufallen, Markus Schubert steht parat.

Der Einsatz von Schalkes Torhüter Alexander Nübel gegen Köln ist ungewiss. Markus Schubert könnte erstmals seine Chance bekommen und sich in Stellung bringen.

Gelsenkirchen - Sorgenfalten? Nein, dafür sah David Wagner überhaupt keinen Grund. Daran änderte auch der Umstand nichts, dass einen Tag vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) noch nicht klar war, ob Schalkes Trainer auf seinen Kapitän und Nummer eins Alexander Nübel zurückgreifen kann. Dem Keeper plagten unter der Woche Adduktorenprobleme. Erst ein letzter Belastungstest am Freitagabend sollte Aufschluss darüber geben, ob es für das Duell mit dem Aufsteiger reicht.

Selbst wenn nicht, bliebe Wagner „tiefenentspannt“. „Dann wird eben Schubi spielen“, meinte der Coach. „Schubi“ ist der im Sommer ablösefrei von Dynamo Dresden gekommene U21-Nationaltorwart Markus Schubert. Der 21-Jährige könnte damit unverhofft sein Pflichtspiel-Debüt für Königsblau feiern – und seine Chance bekommen, sich zu beweisen und zu unterstreichen, warum die Knappen ihn unbedingt haben wollten.

Denn Schubert gilt als Torwart-Talent, ist fester Bestandteil der „neuen“ deutschen U21 von Nationalcoach Stefan Kuntz. Allerdings war von Beginn an klar, vorerst „nur“ die Nummer zwei hinter Nübel zu sein. Viele Beobachter sahen den Transfer auch als Vorgriff für den Fall, dass Nübel seinen im Sommer auslaufenden Vertrag auf Schalke nicht verlängert

Wagner lobt Schuberts Trainingsleistungen

„Das Ziel ist es, irgendwann mal hier im Tor zu stehen. Wann das sein wird, liegt auch an mir, wie ich mich weiter entwickeln werde“, hatte Schubert im Juli bei seiner Vorstellung gesagt. Nun also möglicherweise die erste Bewährungsprobe. Zwar bedingt durch Nübels eventuellem Ausfall, aber Wagner ist auch unabhängig davon von Schubert überzeugt. „Er trainiert herausragend konstant. Wenn er in der Vorbereitung gespielt hat, hat er das richtig gut gemacht“, lobte der Coach.“

Für ihn also kein Grund, in Panik zu verfallen. Daher hatte sich Wagner auch nicht groß mit der Vergangenheit beschäftigt. Dass Schubert – seinerzeit noch im Trikot von Dynamo Dresden – bei einem Gastspiel in Köln acht Tore kassierte, war für Schalkes Coach gleichermaßen neu wie irrelevant. „Sollte es dazu kommen, dass er sein erstes Spiel macht, wird er sich da genauso eingliedern und alles raushauen, damit wir auch diese Partie erfolgreich gestalten werden“, sagte Wagner.

Schalke will den fünften Sieg in Serie

Doch was macht der Coach, wenn Schubert im Falle eines Einsatzes einen herausragenden Tag erwischt? Eine Torwart-Diskussionen wird es bei den Königsblauen nicht geben. Schließlich gab es in den ersten Saisonbegegnungen keinen Grund für Wagner, an Nübel zu zweifeln.

Auch wenn hier und da mal ein Wackler dabei war: Beim überraschenden und verdienten 3:1-Sieg der Knappen vor einer Woche in Leipzig war es der Kapitän der Königsblauen, der sein Team lange im Spiel hielt und einen möglichen Rückstand mit klasse Paraden verhinderte.

Viel mehr ist der Trainer, dem gegen Köln alle 23 Feldspieler zur Verfügung stehen, darauf konzentriert, die Serie auszubauen. „Nur weil wir vier Spiele gewonnen haben, ändert sich an der Situation nichts“, meinte der 47-Jährige: „Es geht überhaupt nicht darum, wer der Favorit ist oder wer der Gegner. Wir fokussieren uns voll auf uns und wollen den fünften Sieg.“

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