Nach Terroranschlägen in Paris

Clemens Tönnies: "Wir lassen uns nicht einschüchtern"

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Ernste Gesichter: die Vorstandsmitglieder Horst Heldt, Alexander Jobst, Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, Gerald Asamoah und Finanzvorstand Peter Peters (von links).

Gelsenkirchen - Es war ein schwieriger Spagat, den der FC Schalke 04 am Samstag zu bewältigen hatte, und auch Clemens Tönnies merkte man die Anspannung deutlich an. „Mich haben die Geschehnisse von Paris sehr angepackt“, gestand Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender nach dem Abschiedsspiel von Gerald Asamoah: „Ich hatte mir im Vorfeld große Sorgen gemacht.“

Am Samstagmorgen hatten die Schalker gemeinsam mit Asamoah die Entscheidung getroffen, das Abschiedsspiel trotz der Ereignisse von Paris stattfinden zu lassen. Die Entscheidung dafür fiel laut Tönnies nicht nur deshalb, „weil wir dem Asa gerecht werden wollten“. Sondern vor allem deshalb, „um unmissverständliche Signale zu setzen“, so Tönnies weiter. „Diese Terroristen wollen uns einschüchtern, sie wollen unserer Freiheit bekämpfen. Dagegen müssen wir uns wehren“, rief der Klubchef vor der Partie den 61 104 Zuschauern in der Arena zu und ergänzte: „Wir als der FC Schalke 04 lassen uns nicht einschüchtern.“ Der Applaus, den Tönnies für diese Worte erntete, war überwältigend.

Die Schalker hatten die Entscheidung für die Austragung des Spiels in enger Absprache mit den Sicherheitsbehörden getroffen. „Diese haben keinerlei Gefährdungspotenzial gesehen“, berichtete Tönnies. Der Schalker Aufsichtsratschef betonte, „dass die Sicherheitsstandards in der Arena bereits „sehr gut“ seien. Tönnies kündigte aber auch an, diese angesichts der neuen Qualität des Terrors auf den Prüfstand zu stellen: „Wir werden uns zusammensetzen und schauen, was wir noch besser machen können, um die Sicherheit zu gewährleisten.“

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