Beim Sieg gegen Frankfurt

DFB legt Sperre für Nübel fest - Schalke akzeptiert

Schalkes Kapitän Alexander Nübel flog gegen Frankfurt mit Rot vom Platz.
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Schalkes Kapitän Alexander Nübel flog gegen Frankfurt mit Rot vom Platz.

Schalkes Alexander Nübel sah gegen Frankfurt wegen eines Kung-Fu-Tritts gegen Frankfurts Mijat Gacinivic die Rote Karte. Der DFB hat die Sperre für den Keeper festgelegt.

  • Schalkes Alexander Nübel sah einem Brutalo-Foul gegen Frankfurts Mijat Gacinovic die Rote Karte.
  • Der Keeper hat sich bereits entschuldigt.
  • Der DFB hat die Sperre für Schalkes Keeper festgelegt.

Update 17. Dezember, 13.44 Uhr: Das Sportgericht des DFB hat die Strafe für Alexander Nübel festgelegt. Schalkes Kapitän muss nach seinem Brutalo-Foul gegen Frankfurts Mijat Gacinovic eine Sperre von vier Spielen absitzen. Hinzu kommt eine Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro.

Die Königsblauen haben das Urteil bereits akzeptiert, wie Sportvorstand Jochen Schneider der Bild bestätigte: "Es geht um das, was Alex bereit gesagt hat: Am Ende geht es um die Gesundheit von Gacinovic – das ist das wichtigste. Großes Kompliment an Eintracht Frankfurt für deren Sportsgeist. Es kamen zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Vorwürfe in Richtung von Alex Nübel. Besser geht's nicht, so muss man miteinander umgehen."

Nübel verpasst damit die Partien in Wolfsburg (18. Dezember/hier im Live-Ticker), gegen Freiburg (21. Dezember), gegen Gladbach (17. Januar) sowie beim FC Bayern (25. Januar).

Update 16. Dezember, 14.12 Uhr: Nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt war das Brutalo-Foul von Schalkes Keeper Alexander Nübel gegen Mijat Gacinovic das große Thema. Während der Kapitän der Königsblauen am Tag der Partie schwieg, äußerte er sich einen Tag später zu seiner Aktion, die zur Roten Karte geführt hatte.

Nübel erklärte ein einer Medienrunde, dass er Gacinovic noch am Abend angerufen und gefragt habe, "ob alles gut ist. Er hat mir gesagt, die Rippen seien stark geprellt, es würde sehr, sehr weh tun. Es tut mir sehr leid. Er hat die Entschuldigung angenommen", erläuterte der 23-Jährige: "Das fand ich sehr, sehr stark. Ich habe die Fotos gesehen, wo die Abdrücke zu sehen sind."

Die Szene, in der der Keeper seinen Strafraum verlassen hatte, erklärte er so: "Es kam ein Ball in die Schnittstelle. Ich versuche, rauszukommen. Das Problem ist, dass man nicht viel Zeit hat zu überlegen. Im Bruchteil einer Sekunde muss du dich entscheiden. Es tut mir sehr, sehr leid für den Spieler. Ich will ihn nicht treffen, ich will zum Ball gehen. Deswegen war es in dem Moment egal, ob ich die Rote Karte bekomme. Es ging mir da nur um Gacinovic, dass es ihm gut ging. Es war ein klarer Fehler von mir. Vielleicht muss ich gar nicht hingehen, es waren genug Spieler da. Dennoch bemühe ich mich, immer offensiv zu spielen."

Update 16. Dezember, 9.56 Uhr: Eintracht Frankfurts Mijat Gacinovic hat sich via Instagram zu dem Kung-Fu-Tritt gegen ihn von Schalkes Alexander Nübel zu Wort gemeldet.

"Leider passieren solche Zusammenstöße manchmal im Kampf um den Ball", schrieb der 24-Jährige und bedankte sich bei Nübel, "dass du dich sofort entschuldigt hast. Das kann im Fußball vorkommen. Ich kann euch jedoch mitteilen, dass es mir trotz schwerer Rippenprellung gut geht."

Erstmeldung: "Das hat gescheppert": Das sagen die Schalker nach Nübels Brutalo-Foul

Gelsenkirchen - Für Alexander Nübel dürfte das Fußball-Jahr 2019 bereits beendet sein - selbstverschuldet. Denn nach einer völlig unnötigen Notbremse sah Schalkes Kapitän beim 1:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt die Rote Karte (67.). Er traf Mijat Gacinovic rund 35 Meter vor dem Tor heftig mit dem Fuß an der Brust.

Gacinovic musste anschließend blutend ausgewechselt werden, hat sich aber offenbar nicht schwerer verletzt. "Aktuell ist er im Spital. Aber es klingt so, als ob er glimpflich davongekommen ist", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter nach der Partie auf der Pressekonferenz: "Nach der ersten Diagnose hat er eine starke Rippenprellung. Aber wir müssen wohl ein oder zwei Tage warten, bis wir eine klare Diagnose haben."

Nübel selbst äußerte sich an dem Abend nicht mehr. Er dürfte aber ebenso wie seine Teamkollegen wissen, dass der Platzverweis seine Berechtigung hatte.

Schalkes Coach Wagner: "Natürlich sag es sehr böse aus"

"In der Situation wollte Alexander Nübel den Frankfurter Mijat Gacinovic nicht treffen, ist aber zu spät gekommen", erklärte Schalkes Coach David Wagner: "Dadurch sah es natürlich sehr böse aus. Die Entscheidung des Schiedsrichters war korrekt, keine Frage."

Dezimierte Schalker retten Sieg gegen Frankfurt ins Ziel

Schalkes Torschütze Benito Raman sagte: "Ich habe ihn aus der Ferne nur rennen gesehen. Es ist schlecht für uns, aber wir haben mit Markus Schubert noch einen Torhüter, der auch gut ist. Wir haben gesehen, dass er wichtige Paraden für uns hatte. Wir haben keine Angst, dass er Fehler machen wird. Er wird sein Bestes geben. Wenn du als Spieler voll da rein gehst und der Torhüter tut es genauso, ist immer ein Risiko dabei. Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund wird, so etwas ist nicht gut."

Linksverteidiger Bastian Oczipka, der nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Weston McKennie ins Zentrum der Viererkette rückte, erläutere seine Sicht: "Ich stand direkt daneben, das hat schon relativ gescheppert. Alex hat gesehen, dass der lange Ball kommt und geht dann alles oder nichts. Er hat versucht, an den Ball zu kommen und kommt den einen Schritt zu spät, das kann leider mal passieren.

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