Unmutsbekundungen

Schalker Vorstand Heidel zur Fan-Kritik: „Plakate tun weh“

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Christian Heidel ist für einige Schalker Fans zur Reizfigur geworden.

Sportvorstand Christian Heidel hat empfindlich auf die jüngsten Unmutsbekundungen der Fans des FC Schalke 04 nach dem Abgang des langjährigen Kapitäns Benedikt Höwedes reagiert.

Gelsenkirchen - „Die Plakate tun mir natürlich weh! Es tut mir auch leid, wenn bei einigen unserer Fans - gerade beim Wechsel von Benedikt - ein falscher Eindruck entstanden ist“, sagte Heidel der Bild-Zeitung (Dienstag). „Wir wollten nicht, dass er geht.“

Im Bundesliga-Spiel der Schalker am Sonntag gegen den VfB Stuttgart (3:1) hatten viele Anhänger mit Sprechchören und Spruchbändern gegen den Abschied von Weltmeister Höwedes protestiert. Auch Heidel selbst, seit einem Jahr auf Schalke im Amt, wurde kritisiert. „Vom Autohändler zum Identifikationsschänder“, hieß es auf einem zweiteiligen Plakat mit Bezug zu Heidels früherer Tätigkeit bei einem Mainzer Autohaus. Der 54-Jährige hatte sich nach der Partie gegen Stuttgart nicht den Journalisten in der Mixedzone gestellt.

„Ich mache den Fans keinen Vorwurf“

Ihm sei die Identifikation mit einem Verein sehr wichtig, sagte der frühere Manager des FSV Mainz 05 nun der Bild. „Wie früher mit Mainz identifiziere ich mich jetzt zu 100 Prozent mit Schalke. Ich bin wohl einer der größten Fußball-Romantiker. Aber ich mache den Fans keinen Vorwurf“, meinte er. Neue Identifikationsfiguren zu schaffen, brauche Zeit. „Solche Figuren entstehen vor allem durch Erfolge - und davon gab es in der letzten Saison zu wenige.“ In der vergangenen Spielzeit waren die Schalker nur Zehnter geworden.

Höwedes war in der Länderspielpause nach elf Jahren wegen fehlender Perspektive zum italienischen Meister Juventus Turin gewechselt. Der 29-Jährige galt als Identifikationsfigur, war aber vom neuen Schalker Trainer Domenico Tedesco als Kapitän abgesetzt worden und hatte seinen Stammplatz verloren.

dpa

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