Schalker Schadensaufnahme nach der Horrorwoche

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GELSENKIRCHEN - Horst Heldt atmete am Donnerstag ein klein wenig durch, als die sechs Schalker Nationalspieler, die bei Länderspielen im Einsatz waren, gesund zurück kehrten. Das war nach der „Horrorwoche“, die die Schalker zuvor erlebt hatten, mal wieder eine einigermaßen gute Nachricht.

Von Jens Greinke

Das 1:6 gegen Real Madrid und das 1;5 gegen den FC Bayern München haben sich wie ein dunkler Schatten auf das Schalker Team gelegt. Der gute Rückrunden-Start mit vier Siegen in Folge und den Sprung zurück in die Champions-League-Ränge hatte zwar wieder für eine ermunternde Euphorie in Gelsenkirchen gesorgt, doch die Klatschen gegen die beiden Star-Ensembles haben ganz offenbar einiges an Porzellan zerschlagen. Die Frage vor dem nächsten Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim ist nun: wie viel genau ist kaputt gegangen?

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Trainer Jens Keller gestand am Wochenende zwar selbst ein, dass die Leistung seiner Mannschaft in München „unterirdisch“ und „katastrophal“ gewesen sei, beklagte sich im Verlauf der Woche aber darüber, „dass jetzt auf einmal wieder alles in Frage gestellt wird“. Keller selbst versuchte in Gesprächen vor allem mit den jungen Spielern nach Ursachen zu forschen und Lösungswege aufzuzeigen. „Wir haben ihnen aufgezeigt, wo ihre Qualitäten liegen“, sagte Keller und blickte fortan nach vorne: „Am Samstag spielen wir gegen Hoffenheim, da müssen alle negativen Gedanken verschwunden sein.“

Horst Heldt lagen die beiden Pleiten zwar ebenfalls schwer im Magen, doch gab sich auch der Schalker Manager nach außen hin gelassen. „Intern sind wir weit davon entfernt, alles in Frage zu stellen. Wir sind weiter in Reichweite unserer Ziele“, erklärt der 44-Jährige mit Hinweis auf die enge Tabellenkonstellation: „Das einzige, was bislang feststeht, ist, wer Deutscher Meister wird“, sagt Heldt mit Blick auf den in dieser Saison alles überstrahlenden FC Bayern München.

Angesichts dieser Ausgangslage wird auch die Partie gegen 1899 Hoffenheim nicht unbedingt richtungweisend. Dass die jüngsten Erinnerungen an die Kraichgauer nicht die besten sind, irritiert die Verantwortlichen nicht. Im Hinspiel verdaddelten die Schalker eine 3:1-Führung und mussten sich mit einem 3:3-Remis zufrieden geben. Und im DFB-Pokal im Dezember kassierten die Blauweißen im Achtelfinale nach schwacher Vorstellung eine 1:3-Níederlage. „1899 ist insbesondere in der Offensive sehr stark. Wir wissen, was auf uns zukommt“, so Keller.

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