Schalker Joel Matip: "Schalke wird immer erste Adresse sein"

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Joel Matip (rechts) machte im Spiel gegen die Bayern eine gute Figur.

Gelsenkirchen - Dieses Mal sagte Joel Matip gar nichts. Der eh schon sehr zurückhaltende Deutsch-Kameruner ging kommentar- und grußlos an den Journalisten vorbei. Kein Wort zu seiner an diesem Abend hervorragenden Leistung. Kein Wort zu seiner Zukunft.

Welches Trikot der 24-jährige, dessen Vertrag auf Schalke im Sommer ausläuft, in der kommenden Saison tragen wird, scheint noch völlig offen. „Es hakt bei den Gesprächen mit Joel“, gab Manager Horst Heldt zu, dessen eigenes Engagement auf Schalke nach Ablauf dieser Spielzeit ganz offenbar beendet sein wird. Was wohl auch ein Grund dafür ist, dass Matip sich derzeit mit einer Entscheidung schwer tut. „Er will die Entwicklung im Verein abwarten“, sagt Heldt. Matip selbst sagte zuletzt im „Aktuellen Sportstudio“: „Ich fühle mich sehr wohl. Schalke wird immer erste Adresse sein. Es ist aber noch keine Entscheidung getroffen.“

Dass der schlaksige Defensiv-Spezialist mittlerweile auch auf internationaler Ebene Begehrlichkeiten weckt, ist schon länger kein Geheimnis. Matip hat in dieser Saison einen weiteren großen Schritt nach vorne gemacht. In den Zweikämpfen ist er weitaus stabiler als früher, seine Spieleröffnung ist oft famos und zudem hat er seine Nerven weitaus besser im Griff als in der Vergangenheit. Und dass er bei Standardsituationen wie Eckbällen oder Freistößen eine echte Waffe im gegnerischen Strafraum ist, belegen nicht nur seine zwei Treffer in dieser Saison. Vor allem auf der Insel scheint der Nationalspieler Kameruns begehrt, zumal er selbst immer wieder von der englischen Premier League geschwärmt hat.

Wenn Matip seinen Vertrag auf Schalke dennoch verlängern sollte, dürfen sich Fans und Verein vielleicht auch bei Ralf Fährmann bedanken. „Ich rede in der Kabine schon immer auf ihn ein und bringe ihn in die Bredouille. Da wird selbst der Joel rot“, witzelt Fährmann, für den nicht viel dafür spricht, dass sein Mannschaftskamerad den Verein wechseln sollte: „Er hat hier seine Familie, seine Freunde und seine Fans. Er fühlt sich auf Schalke wohl“, so Fährmann.

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