Schalke will den Gruppensieg in der Europa League

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Zum Geburtstag bekam Horst Heldt ein Ständchen, jetzt fehlt nur noch ein Sieg der Schalker. 

Tripoli - Der Schalker Terminkalender hatte es gut mit Horst Heldt gemeint und ihm an seinem Geburtstag eine Reise auf die sonnige Halbinsel Peloponnes beschert. 46 wurde der Schalker Manager am Mittwoch, weshalb Heldt bereits vor dem Abflug nach Griechenland jede Menge Glückwünsche entgegen nehmen durfte – und im Mannschaftsflieger schließlich sogar ein spontanes Ständchen dargeboten bekam.

Heldts Wünsche zum Geburtstag blieben einigermaßen bescheiden: „Einen Sieg gegen Asteras. Und bitte keine Verletzungen.“

Die Stimmung in der Delegation des FC Schalke 04 war heiter und gelassen. Durch den Sieg im vergangenen Heimspiel gegen Apoel Nikosia hatten die Blauweißen die Qualifikation für die K.o.-Runde in der Europa League bereits perfekt gemacht. Im letzten Gruppenspiel beim griechischen Tabellensechsten Asteras Tripolis (heute, 21.05 Uhr/live in Sport 1) geht es jetzt nur noch darum, die Tabellenführung in der Gruppe K zu verteidigen. 

Für Sascha Riether ist das bereits ausgemachte Sache: „Wir werden unser Ziel mit Bravour erreichen und die drei Punkte mitnehmen“, ist sich der Routinier sicher. Angesichts der prominenten Mannschaften, die aus der Champions League in die Europa League absteigen, wissen die Schalker, dass ein Erfolg in Griechenland ratsam wäre. „Wenn man sieht, was da in der nächsten Runde dabei ist...“, sinnierte Heldt mit Blick auf Teams wie Manchester United. Sollten die Schalker Gruppenerster bleiben, würde ihnen ein Champions-League-Absteiger in der nächsten Runde erst einmal erspart bleiben.

Ein Sieg gegen die Griechen, die im Hinspiel Anfang Oktober mit 4:0 (drei Tore Marco Di Santo) abgefertigt wurden, sollte tatsächlich machbar sein. Trainer André Breitenreiter dürfte sich sogar den Luxus erlauben, die ein oder andere Rotation vorzunehmen, um bei den Spielern für ein wenig Entlastung zu sorgen. Im Falle Leon Goretzka entschied sich der Schalke-Coach sogar dazu, den Mittelfeld-Mann ganz zu Hause zu lassen. 

„Der Substanzverlust war Leon zuletzt anzumerken. Es ist besser, wenn er ein paar Kräfte auftankt“, sagte Breitenreiter. Goretzka wird aber am kommenden Sonntag im Liga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg (15.30 Uhr) wieder im Kader stehen. Ebenfalls nicht mit nach Griechenland reiste Dennis Aogo, den derzeit Achilles-Sehnen-Probleme plagen.

Ein Problem ganz anderer Art hatten die Schalker am Dienstagabend gelöst. Der Vertrag mit dem suspendierten Profi Kevin-Prince Boateng wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. „Wichtig ist, dass das Kapitel nun geschlossen ist“, sagte Heldt, der hofft, „dass der Kevin wieder Fuß fasst“. 

Aller Voraussicht nach wird Boateng am 1. Januar wieder bei seinem Ex-Verein AC Mailand anheuern, bei dem er sich bereits seit Wochen fit hält. Durch die Trennung von Spitzenverdiener Boateng habe sich der Klub laut Heldt „finanziell verbessert“. Zwar seien die Vereinskassen durch den Verkauf von Julian Draxler „auch schon vorher voll gewesen“, doch können die Schalker die bei Boateng eingesparten Gehaltskosten anderweitig investieren. „Wir werden im Winter auf alle Fälle nachlegen“, kündigte Heldt an, der damit auch dem Wunsch von André Breitenreiter nachkommt. 

Schalkes Coach weist schon seit Wochen immer wieder auf den „recht dünnen Kader“ hin. Als Neuzugänge im Gespräch sind unter anderen Maxi Arnold vom VfL Wolfsburg und Sebastian Rode vom FC Bayern München.

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