Schalke will mit Draxler-Millionen auch Schulden tilgen

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Fußball-Nationalspieler Julian Draxler bereut im Nachhinein die PR-Aktion des FC Schalke 04 zu seiner dortigen Vertragsverlängerung vor zwei Jahren.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 will mit der Millionen-Einnahme durch den Transfer von Nationalspieler Julian Draxler zum VfL Wolfsburg auch einen Teil seiner Verbindlichkeiten abtragen. "Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werden wir sicher einen Teil davon in den Kader reinvestieren", sagte Manager Horst Heldt im "Kicker"Interview .

"Aber wir waren und sind uns im Vorstand auch einig, dass wir uns verpflichtet sehen, den Verein weiter zu entschulden." Laut Heldt sei es das Ziel des Bundesligisten, der derzeit rund 160 Millionen Euro Verbindlichkeiten haben soll, "unter die 100-Millionen-Marke zu kommen. Es ist ein ambitioniertes Ziel, aber wir werden es erreichen".

Draxler war am letzten Transfertag für eine Ablösesumme von etwa 35 Millionen Euro nach Niedersachsen gewechselt. Sportlich sei Draxlers Weggang zwar ein "Qualitätsverlust", räumte Heldt ein: "Es gilt den Verlust zu akzeptieren, zugleich ist es auch eine Chance für andere, sich zu präsentieren und mehr Verantwortung zu übernehmen."

Draxler bereut PR-Aktion

Derweil hat Julian Draxler erklärt, dass er im Nachhinein die PR-Aktion des FC Schalke 04 zu seiner dortigen Vertragsverlängerung vor zwei Jahren bis 2018 bereut. "Da fand ich es schön, dass sich Schalke so um mich bemüht. Aber rückblickend sehe ich das anders. Es hat letztlich eine Erwartungshaltung geschürt, der ich am Ende nicht mehr gerecht werden konnte", sagte der Neuzugang des VfL Wolfsburg den "Wolfsburger Nachrichten" (Donnerstag). - lnw

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