Bei einem Verbleib

McKennie als neuer Kapitän von Schalke 04 wäre das falsche Signal - Kommentar

Wenn er bei Schalke 04 bleibt, könnte er der neue Chef auf dem Rasen werden. Weston McKennie gilt als Anwärter auf die Kapitänsbinde - zu Unrecht - ein Kommentar.

  • Schalke 04 kämpft um den Verbleib von Allrounder Weston McKennie.
  • Der Mittelfeldspieler weckt das Interesse aus dem In- und Ausland.
  • Königsblau will den US-Boy angeblich mit dem Kapitänsamt von einem Verbleib überzeugen.

Hamm - Drei Jahre, fünf Kapitäne? Das Wechselspiel von Schalke 04 mit der Binde ist ähnlich unkonstant wie die aktuelle sportliche Entwicklung. Sechs Jahre lang war Benedikt Höwedes der Chef auf dem Rasen, ehe er von Ex-Trainer Domenico Tedesco abgesägt wurde. Es folgten Ralf Fährmann, Alexander Nübel und Omar Mascarell. Nun könnte es einen neuen Spielführer geben: Weston McKennie.

NameWeston McKennie
Geboren28. August 1998, Little Elm, Texas, USA
Größe1,85 Meter
Aktueller VereinFC Schalke 04

Der junge US-Amerikaner ist auf dem Transfermarkt heiß begehrt, sowohl im In- als auch im Ausland. Hertha BSC soll an McKennie dran sein. Auch der FC Everton, Newcastle United und die Wolverhampton Wanderers aus der englischen Premier League gelten als Interessenten.

Um einen drohenden Abgang entgegenzuwirken, hat Schalke 04 McKennie ein Preisschild von 20 Millionen Euro umgehängt. Dem Spieler höchstselbst könnte bei einem Verbleib die Beförderung zum Kapitän winken. Zumindest gilt es laut Kicker als Anwärter darauf.

Zu Unrecht - und das aus mehreren Gründen. Klar, Weston McKennie ist keiner, der sich hinter anderen versteckt. Der 21-Jährige ging voran, als er als erster Bundesliga-Spieler ein Zeichen für den getöteten George Floyd und gegen Rassismus setzte.

„Justice for George Floyd“ war gut lesbar auf seiner eigens gebastelten Armbinde. Charaktereigenschaften, die Weston McKennie irgendwann zu einem Anführer machen könnten. Für die Kapitänsbinde auf Schalke jedoch reicht es zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Weston McKennie wäre nicht der Richtige als Schalke-Kapitän - Kommentar

Erst 22, dann 24 und in der abgelaufenen Saison 28 Bundesligaspiele. Weston McKennie gewinnt mehr und mehr an königsblauen Einfluss. Unumstrittener Stammspieler jedoch ist er noch lange nicht.

Denn anders als der aktuelle Kapitän Omar Mascarell - sofern fit und einsatzbereit - einen Stammplatz unter Trainer David Wagner sicher hat, muss sich McKennie Woche für Woche neu beweisen.

Mit seinen gerade einmal 21 Jahren und in seiner vierten Saison als Fußball-Profi wäre eine Beförderung, ähnlich wie bei Alexander Nübel, deutlich zu früh. Die Erfahrung, um eine Mannschaft auch und besonders durch schwierige Situationen zu führen, besitzt McKennie ebenso nicht wie die persönliche Reife, um das sinkende Schiff Schalke 04 ans rettende Ufer zu führen.

Sicherlich: Weston McKennie ist außerhalb und wohl auch innerhalb der Kabine immer für einen Spaß zu haben. Jedoch fehlt dem US-Boy dabei die Ernsthaftigkeit. Eben jene, die es benötigt, um das Star-Ensemble im Schalker Kader auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen.

Rubriklistenbild: © Martin Meissner/AP-Pool

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