FC Schalke erzielt Gewinn von vier Millionen Euro

GELSENKIRCHEN - Die Konzernbilanz des FC Schalke 04 für das Jahr 2014 weist einen ordentlichen Umsatz- und Gewinnsprung aus. Finanzvorstand Peter Peters zeigte sich mit dem Abbau der Verbindlichkeiten und dem sportlichen Erfolg durchaus zufrieden.

Von Jens Greinke

Als Peter Peters etwas tiefer in den Zahlenkolonnen der Schalker Konzernbilanz kramte, war der Finanzvorstand des FC Schalke 04 selbst ein wenig verwundert: Unter dem Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“ waren unter anderem rund 600 000 Euro aufgeführt, die Schalker Fans für Gutscheine im Vereins-Fanshop ausgegeben haben. „Das ist erstaunlich viel“, sagte Peters. Doch selbst, wenn die Fans ihre Gutscheine morgen alle auf einmal einlösen würden, ginge der Verein daran wohl nicht zugrunde.

Umsatz- und Gewinnsprung

Es waren für Peters „zufrieden stellende Zahlen“, die in der Konzernbilanz für das Kalenderjahr 2014 aufgeführt waren. Der Umsatz des Vereins war von 206 Millionen Euro im Vorjahr auf 215 Euro angestiegen und somit der zweithöchste der Vereinsgeschichte. Der Gewinn lag bei knapp 4,2 Millionen und war damit um etwa 3,7 Millionen Euro höher als 2013.

Gleichzeitig wurden die Gesamtverbindlichkeiten von 230 Millionen auf 203 Millionen Euro gemindert. Die Finanzverbindlichkeiten, also die Schulden gegenüber Banken und Darlehensgeber, sanken von 178,1 auf 163,9 Millionen Euro. „Bis Ende 2019 wollen wir unter die 100-Millionen-Euro-Marke“, sagte Peters.

Ausgaben für Lizenzspieler steigen

Die Ausgaben für den Lizenzspieler-Kader samt Trainer- und Betreuerstab stiegen um rund zehn Millionen auf 90,4 Millionen Euro an. Insgesamt lagen die Personalkosten beim 114 Millionen Euro (Vorjahr 98,3). Das Schalker Vorstandsmitglied bekräftigte zudem, dass es „derzeit keinen guten Grund gibt, sich von der Rechtsform des eingetragenen Vereins zu verabschieden“. Aktuell sei der Klub laut Peters auch als e.V. weiter konkurrenzfähig.

Aufsichtsratchef Clemens Tönnies hatte zuletzt mehrfach angedeutet, dass künftig eventuell neue Einnahme-Quellen aufgetan werden müssten und unter anderen eine Einmalzahlung von 1000 Euro pro Vereinsmitglied ins Spiel gebracht.

Peter Peters auch sportlich zufrieden

Zufrieden zeigte sich Peters auch mit der sportlichen Entwicklung. „Wir liegen in der Fünf-Jahres-Wertung der Bundesliga derzeit auf Rang vier, knapp hinter Borussia Dortmund“, so Peters. Die ersten beiden Plätze belegen Bayern München und Bayer Leverkusen.

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