S04 muss sparen

Geld für Transfers fehlt: Schalke-Fans müssen sich auf Verkauf von Leistungsträger einstellen

Schalke hat Schulden und muss sparen. Muss der Klub für Transfers Spieler wie Suat Serdar, Ozan Kabak und Amine Harit verkaufen? Nein, zumindest nicht alle drei.

  • Schalke 04 hat Schulden und muss daher sparen.
  • Bei Transfers für den Schalker Kader 2020/21 muss der Klub nun kleinere Brötchen backen.
  • S04 stellt einen Transferplan bezüglich Kabak, McKennie und Harit auf (Update vom 28. Juli, 15.56 Uhr).

Update vom 28. Juli, 15.56 Uhr: Der Transfer-Sommer könnte noch ein langer werden für den FC Schalke 04. Pokern ist das Stichwort, um die höchstmögliche Summe in Sachen Abgänge und die niedrigste bei den Zugängen zu erzielen. Hinter einigen Personalien steht noch ein dickes Fragezeichen. So auch bei Leistungsträgern wie Ozan Kabak, Amine Harit und Weston McKennie - bis jetzt.

VereinFC Schalke 04
StadionVeltins-Arena
TrainerDavid Wagner
SportvorstandJochen Schneider
HauptsponsorGazprom

Denn während Suat Serdar Königsblau um jeden Preis erhalten bleiben soll, soll einer aus dem eben genannten Trio den Verein noch in diesem Sommer verlassen, um Geld in die Kassen von Schalke 04 zu spülen. Anschließend jedoch soll ein Wechselverbot in Kraft treten, wie die Bild berichtet. Zudem soll ein neuer Rechtsverteidiger auf Schalke her. Einige Optionen sind ablösefrei zu haben, andere sind günstig auf dem Transfermarkt*.

Bedeutet: Sollte beispielsweise Ozan Kabak Schalke 04 wirklich in Richtung FC Liverpool verlassen, müssen Amine Harit und Weston McKennie bleiben. Einen Ausverkauf werde es demnach in Gelsenkirchen nicht geben. Ohnehin steht das Trio im Fokus zahlreicher Klubs. Sorgen um einen Abnehmer muss sich S04 nicht machen.

Schalke 04 Transfer: Kabak, McKennie oder Harit muss S04 verlassen

Amine Harit hatte erst im Winter seinen Vertrag auf Schalke bis 2024 verlängert. Dennoch wechselte der Marokkaner erst jüngst seinen Berater. Dass Weston McKennie gerne in der englischen Premier League spielen würde, ist ein offenes Geheimnis. Der FC Liverpool, Leicester City, Newcastle United und der FC Southampton werden als mögliche Abnehmer gehandelt. Auch Ligakonkurrent Hertha BSC hat seine Fühler nach McKennie ausgestreckt.

Für Ozan Kabak fordert Schalke 04 offenbar rund 35 Millionen Euro. Zwar besitzt der türkische Innenverteidiger bei den Knappen eine Ausstiegsklausel. Die jedoch greift erst im kommenden Sommer und liegt dann bei 45 Millionen Euro. Zudem darf sich Königsblau noch Hoffnungen auf Einnahmen der Streichliste machen. Einer darunter: Nabil Bentaleb. Der jedoch bringt den Schalker Geldregen in Gefahr.

Geld für Transfers fehlt: Muss Schalke Kabak, Serdar und Harit verkaufen?

[Erstmeldung] Hamm - Selten gab es wohl so viele Ungewissheiten vor einer neuen Saison. Auf Schalke wird und muss sich einiges ändern, das haben die Verantwortlichen nach der miserablen Rückrunde der abgelaufenen Serie in der Bundesliga unmissverständlich klargestellt. Was genau, wird sich wohl erst in den kommenden Wochen zeigen.

Fakt ist: Der Kader von Schalke 04 wird ein neues Gesicht bekommen. Einige Spieler wie Daniel Caligiuri, der zum FC Augsburg wechselte, sind weg. Die Leihe von Rechtsverteidiger Jonjoe Kenny wollte sein Stammklub FC Everton nicht verlängern. Für eine Verpflichtung hat Königsblau kein Geld.

Was zum nächsten Problem führt: Große Sprünge wird Schalke auf dem Transfermarkt nicht machen können. Es ist kaum Geld da für neue Spieler - zumal nach der abgelaufenen Leihe Spieler wie Sebastian Rudy, Mark Uth und Nabil Bentaleb zu Schalke zurückkehren - und dort ein üppiges Gehalt beziehen. Wie es mit ihnen weiter geht? Offen.

Kabak und Harit die Top-Spieler von Schalke in der Saison 2019/20

Wegen dieser Sparmaßnahmen haben viele Fans von Schalke 04, dass ein Ausverkauf von Leistungsträgern droht und die Mannschaft von Cheftrainer David Wagner (48) dann überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig ist.

Ein Verkauf von Ozan Kabak (20) würde Schalke sicherlich viele Millionen in die Kassen spülen. Vor einem Jahr für eine fixe Ablöse von 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart verpflichtet und mit einem bis 2024 gültigen Vertrag samt Ausstiegsklausel ausgestattet, gehörte der türkische Nationalspieler stets zu den Säulen in der Defensive, überzeugte mit starken Auftritten, aggressivem Zweikampfverhalten. Die Führungsetage scheint sich einig zu sein über die Zukunft von Kabak bei Schalke 04.

Ozan Kabak (Mitte) gehörte zu den besten Schalkern der vergangenen Saison.

Auch Suat Serdar (23) schaffte es in der abgelaufenen Saison, zum Leistungsträger auf Schalke zu werden. Mit sieben Treffern war er sogar der beste Torschütze der Königsblauen in der Bundesliga - obwohl er es verletzungbedingt nur auf 20 Einsätze brachte. Sein Vertrag gilt noch bis Sommer 2022. S04 ist um eine vorzeitige Verlängerung bemüht.

Muss Schalke Leistungsträger wie Serdar, Kabak oder Harit verkaufen? Klare Antwort von Schneider

Amine Harit (23), der ebenfalls lange verletzte, war vor allem in der erfolgreichen Hinrunde einer der Garanten im Schalker Spiel, ehe der Einbruch folgte. Er könnte ebenfalls für Transfer-Erlöse in Gelsenkirchen sorgen. Er steht bei den Königsblauen noch bis 2024 unter Vertrag.

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Muss Schalke diese Spieler nun verkaufen? „Müssen nicht“, sagte Sportvorstand Jochen Schneider (49) nun im Interview mit dem SID: „Wenn du auf Strecke immer deine besten Spieler verkaufst, macht das deine Mannschaft nicht besser. Wir sind angehalten, sportlichen Erfolg zu erzielen.“

Schneider über mögliche Verkäufe von Top-Spielern auf Schalke: „... dann muss man sich zusammensetzen“

Schneider schränkte aber auch ein: „Wenn sich ein Spieler schneller entwickelt als sein Verein und das Bedürfnis verspürt, woanders seine Karriere fortzusetzen, weil dort bessere sportliche und wirtschaftliche Voraussetzungen existieren, dann muss man sich zusammensetzen und die Situation besprechen", meinte Schalkes Sportchef.

Inwieweit bei möglichen Vertragsverlängerungen etwa von Serdar große Sprünge beim Verdienst drin sind, ist aufgrund der intern gesetzten Gehaltsobergrenze auf Schalke, wo über eine Rückkehr von Kaan Ayhan spekuliert wird, offen. Künftig wird es in den Arbeitspapieren auf Schalke aber auch eine Art Corona-Klausel geben, in der ein Gehaltsverzicht im Falle einer Pandemie direkt verankert ist.

„Das setzen wir genauso um“, bestätigte Schneider: „Das betrifft nicht nur Spieler der Profi-Mannschaft, sondern auch der U23 oder Mitarbeiter im Staff.“

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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