4. Spieltag

Worst-Case abgewendet: Diese drei Ansätze machen Schalke 04 Hoffnung für die Zukunft

Der FC Schalke 04 fährt gegen Union Berlin den ersten Punkt der Saison 2020/21 ein. Dennoch liegt vor S04 noch ein langer Weg. Gute Ansätze sind vorhanden.

Gelsenkirchen - Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus am Sonntagabend für den FC Schalke 04. Königsblau kam gegen Union Berlin nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Den Worst-Case hat S04 zunächst abgewendet, den ersten Zähler der Saison eingefahren. Am kommenden Wochenende wartet das Revierderby.

VereinFC Schalke 04
TrainerManuel Baum
StadionVeltins Arena (Gelsenkirchen)

Schalke 04 ist gut beraten, vor dem Duell mit dem BVB an den guten Ansätzen aus dem Bundesliga-Spiel festzuhalten. Ein Fußball-Leckerbissen war der Kick in der Gelsenkirchener Veltins Arena sicher nicht. Dennoch gibt es drei Gründe, warum die Schalker Fans nun ein wenig hoffen dürfen.

Schalke 04: Mannschaft von Manuel Baum zeigt gegen Union Berlin ein anderes Gesicht

Die Körpersprache: Es war laut am Sonntagabend im Stadion. Zwar wurde der so wichtige zwölfte Mann auf den Rängen erneut schmerzlich vermisst. Besonders aktuell wäre die Unterstützung der Fans für den sichtlich verunsicherten Schalker Kader wichtig. Lautstark zu hören waren dennoch die Schalker Spieler, die sich von der ersten Minute an auf dem Rasen motivierten.

Sonderapplaus nach Ballgewinn, aufbauende Worte nach einer missglückten Aktion. Den Willen, den berüchtigten Bock endlich gegen Union Berlin umstoßen zu wollen, konnte man der Mannschaft von Trainer Manuel Baum nicht absprechen. Sicherlich, offensiv war es erneut Magerkost, was die Schalker gegen die Hauptstädter boten. Eine deutlich verbesserte Einstellung im Vergleich zu den Saisonspielen eins bis drei war dennoch zu erkennen. Besonders nach dem Rückstand.

Noch gegen RB Leipzig fiel S04 nach dem ersten Gegentor auseinander. Gegen Union Berlin machte Königsblau einfach weiter und belohnte sich dank Kopfballtreffer des eingewechselten Goncalo Paciencia. Manuel Baums Wertekompass scheint erste Früchte zu tragen. Mit 116 gelaufenen Kilometern befand sich S04 auf Augenhöhe mit dem Gegner und setzte sich in der Zweikampfbilanz knapp durch (53 Prozent).

Schalke 04: Neuzugang Kilian Ludewig überzeugt als Rechtsverteidiger bei Debüt

Der neue Rechtsverteidiger: Nicht wenige rieben sich verblüfft die Augen am Deadline Day. Sebastian Rudy kehrte Schalke 04 den Rücken und machte damit Platz für den jungen Kilian Ludewig. Auf dem Zettel hatten den bis dato unbekannten 20-Jährigen wohl nur echte Transfer-Experten - und Manuel Baum.

Der Schalker Coach prophezeit Ludewig eine große Zukunft. Nicht umsonst beorderte Baum den vielversprechenden - und zugleich Schalkes einzigen - Rechtsverteidiger in die Startelf gegen Union Berlin. Ludewig gewann 86 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte zudem rund 70 Prozent seiner Pässe an den Mann und beackerte die rechte Außenbahn bei seinem Bundesliga-Debüt.

Schalke 04: Frederik Rönnow empfiehlt sich als neue Nummer eins bei S04

Der neue Torhüter: Stammkeeper Ralf Fährmann steht aktuell verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Ein Szenario, auf das sich Schalke 04 kurz vor dem Ende der Transfer-Periode vorbereitet hatte. Frederik Rönnow kam aus Frankfurt. Während seiner Leihe bis zum Saisonende soll er den Kampf um den Platz zwischen den Pfosten neu entfachen - mit Erfolg.

Glanztat gegen Unions Grischa Prömel, auf dem Posten gegen Robert Andrich. Zwar machte Rönnow beim Gegentreffer eine unglückliche Figur, als er bei einer Flanke zu früh von der Linie verschwand. Dennoch wird Publikumsliebling Ralf Fährmann ganz genau hingesehen haben - und wohl mehr denn je um seinen Stammplatz bei Schalke 04 zittern müssen.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa/picture alliance

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