S04 in der 2. Liga

Schalke vollzieht „größtmöglichen Umbruch“: Zehn Spieler gehen - Idrizi soll verlängern

Zehn Spieler müssen den FC Schalke 04 im Sommer verlassen. Steven Skrybski kann den großen Umbruch nachvollziehen. Blendi Idrizi soll bei S04 verlängern.

Hamm - Dass der Umbruch beim FC Schalke 04 nach dem Abstieg in die 2. Liga unausweichlich ist, das steht schon länger fest. Wie groß das Ausmaß der personellen Umstrukturierung in und um den S04-Kader sein wird, kristallisiert sich allmählich heraus. Zehn Spieler werden Königsblau am Saisonende sicher verlassen. Weitere werden folgen. Doch nicht nur die Profis sind betroffen.

VereinFC Schalke 04
TrainerDimitrios Grammozis
Arena/StadionVeltins Arena
OrtGelsenkirchen

Schalke: S04 vollzieht „größtmöglichen Umbruch“ - Top-Talent soll verlängern

Bereits vor dem letzten Bundesligaspiel hat der FC Schalke 04 den Abgang von gleich zehn Spielern zum Saisonende bekannt gegeben. Auch Athletiktrainer Quirin Löppert, Ernährungsberaterin Dr. Wiebke-Maria Schlusemann und Physiotherapeut Dennis Schmitz werden den Klub auf eigenen Wunsch verlassen. S04 lässt Worten Taten folgen, hatte Sportvorstand Peter Knäbel doch bei Rouven Schröders Amtsantritt einen massiven personellen Umbruch angedeutet. „Sein Hauptauftrag wird es sein, eine neue Mannschaft aufzubauen, die Schalke 04 in Gegenwart und Zukunft erfolgreich vertreten kann“, so Knäbel über den neuen Schalker Sportdirektor.

Schalke 04 erfolgreich vertreten hatte keiner der Akteure, deren Zeit in Gelsenkirchen nun endet. Sowohl aus finanzieller als auch aus sportlicher Sicht ist eine Trennung von Bastian Oczipka und Benjamin Stambouli im Sommer nachvollziehbar. Die Verträge der beiden Profis besitzen keine Gültigkeit für die 2. Liga.

Schalke: S04 vollzieht „größtmöglichen Umbruch“ - Nicht nur Spieler müssen gehen

Zudem werden die Leihspieler Frederik Rönnow, Goncalo Paciencia (beide Eintracht Frankfurt), Kilian Ludewig (RB Salzburg) und William (VfL Wolfsburg) Schalke 04 nicht mit in die 2. Liga begleiten. Die Verträge von Alessandro Schöpf, Steven Skrzybski, Nabil Bentaleb und Shkodran Mustafi werden nicht verlängert.

Bastian Oczipka, Benjamin Stambouli und Steven Skrzybski müssen Schalke 04 verlassen.

„Peter Knäbel hat mir in einem offenen und ehrlichen Gespräch mitgeteilt, dass Schalke die Situation für einen größtmöglichen Umbruch nutzen will und mein Vertrag daher nicht verlängert wird“, wird Steven Skrzybski von der WAZ zitiert. „Ich bin wieder absolut fit und hätte es mir zugetraut, der Mannschaft mit meinen Qualitäten helfen zu können. Aber ich akzeptiere die Entscheidung natürlich. Von mir wird es da kein böses Wort geben“, so Skrzybski, der in der laufenden Saison in 14 Pflichtspielen zum Einsatz kam und dabei vier Torvorlagen beisteuerte.

Schalke: Stambouli, Oczipka und Schöpf müssen gehen - Skrzybski bedauert Entscheidung

Schalke 04 zieht offenbar einen dicken Strich unter die Katastrophen-Saison 2020/21. Weitere Abgänge werden sicherlich folgen. Die Führungsetage ist mit Blick auf den Hamburger SV gewarnt. Der ehemalige Bundesliga-Dino hat den Wiederaufstieg nach drei Jahren noch immer nicht geschafft. Die wirtschaftliche Lage in Gelsenkirchen ist vergleichsweise deutlich angespannter. Spieler wie Sebastian Rudy, Mark Uth, Matija Nastasic, Suat Serdar und Amine Harit sollen S04 verlassen - und das vielleicht zum Spottpreis, um Spielraum in Sachen Spieleretat zu schaffen.

Ablösefreie Transfers und Spieler aus der Knappenschmiede sollen eine positive Zukunft auf Schalke einleiten. „Die Jungs haben für sich Werbung gemacht“, sagte Schalke-Coach Dimitrios Grammozis ob des 4:3-Erfolgs über Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende. Blendi Idrizi hatte seinen ersten Bundesligatreffer erzielt und soll nun nach Informationen von Sky seinen Vertrag auf Schalke verlängern.

Der bisherige Vertrag von Blendi Idrizi läuft im Sommer aus. In der laufenden Saison kam Blendi Idrizi 31 Mal in Schalkes U23 zum Einsatz und erzielte dabei sechs Tore und bereitete sechs weitere vor. Neben Florian Flick und Mehmet Can Aydin steht Blendi Idrizi möglicherweise stellvertretend für die Schalker Zukunft.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa

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