Bengalos gezündet / Berufung eingelegt

Schalke-Ultra (24) muss für 18 Monate ins Gefängnis

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Am 24. November 2012 hatten Fans der Ultragruppierung "Hugos" in der Arena Leuchtkörper gezündet.

ESSEN - Das Landgericht Essen hat einen Fan der Ultragruppierung "Hugos" des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 zu einer Gefängnisstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, hat der Fan allerdings Berufung eingelegt.

Der 24-jährige Student aus Gelsenkirchen und seine Kumpel hatten beim Heimspiel der Königsblauen am 24. November 2012 gegen Eintracht Frankfurt gefährliche Bengalos in der Kurve gezündet.

Sie wollten mit Masken vermummt gegen kurz zuvor verhängte Stadionverbote in Dortmund protestieren.

Das Amtsgericht in Gelsenkirchen-Buer hatte den seit seinem 16. Lebensjahr mehrfach vorbestraften Ultra bereits im Sommer 2014 verurteilt - allerdings auf Bewährung.

Auf Berufung der Staatsanwaltschaft wandelte das Landgericht Essen die Bewährungs- nun in eine Haftstrafe um.

Richter Marcus Dörlemann sagte zur Gefährlichkeit der Aktion mit zwölf brennenden Seenotrettungsfackeln: "Das war völlig unkontrollierbar, Kinder waren im Block. Aber das war ihnen egal."

Acht Menschen im Block waren verletzt worden, einige mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. - dpa

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