Trainingslager in Doha

Königsblaues Schwitzen bei Temperaturen um 30 Grad

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Trainer Roberto Di Matteo.

DOHA - Beim hochsommerlichen Temperaturen von fast 30 Grad im Schatten startete der FC Schalke 04 sein Trainingslager im Wüstenstaat Katar, in das viele innerhalb und außerhalb des Vereins große Hoffnungen legen.

Aus dem Schalker Trainingslager
in Doha berichtet Jens Greinke

Roberto Di Matteo durchmaß immer wieder im strammen Stechschritt den Trainingsplatz - in der einen Hand die Trillerpfeife, in der anderen den Trainingsplan. Schon ab der ersten Einheit in Doha war dem Schalker Trainer anzumerken, dass er noch einiges vorhat in den nächsten neun Tagen.

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Erstmals seit seiner Einstellung am 7. Oktober des vergangenen Jahres hat Di Matteo die Gelegenheit, eine komplette Vorbereitungsphase mit seiner neuen Mannschaft zu absolvieren. Zu deren Schwerpunkten nicht nur der taktische, sondern auch der körperliche Bereich gehören soll.

Schließlich waren zuletzt immer wieder Klagen über den Fitness-Zustand des Teams laut geworden – sowohl via Kapitän Benedikt Höwedes als auch über Manager Horst Heldt.

In der ersten Einheit ließ es der Italo-Schweizer angesichts des großen Temperatur-Unterschiedes zum kalten Deutschland allerdings noch relativ locker angehen. Dennoch kamen die Profis schnell ins Schwitzen und genossen nachher die Abkühlung in der am Spielfeldrand stehenden Eistonne.

„Es war kein leichter Aufgalopp, es ging sofort zur Sache“, meinte Torwart Ralf Fährmann, der unter der Sonne Arabiens einigermaßen litt: „Aber ich bin ja nicht so der südländische Typ“.

In der zweiten Einheit am Nachmittag wurde die Intensität dann etwas angezogen. Etwas geschmälert wird die blau-weiße Laune allerdings durch die vielen Ausfälle.

Manager Horst Heldt.

Gleich acht Spieler waren erst gar nicht mit in den Wüstenstaat geflogen: Julian Draxler (Sehnenriss), Joel Matip (Fußbruch), Jefferson Farfan (Knorpelschaden am Knie), Sead Kolasinac (Kreuzbandriss) und Chinedu Obasi (Schienbein-Operation), Jan Kirchhoff und Atsuto Uchida (beide Aufbautraining) sowie Eric Maxim Choupo-Moting, der sich derzeit mit Kamerun auf den Afrika-Cup (17. Januar bis 8. Februar) in Äquatorialguinea vorbereitet.

Am ersten Trainingstag fiel dann auch noch Roman Neustädter wegen eines grippalen Infektes aus. „Wir hatten alle gehofft, dass uns mehr Spieler zur Verfügung stehen“, meinte Ralf Fährmann, der seinen offenbar grenzenlosen Optimismus aber nicht verloren hat: „Wenn alle wieder da sind, haben wir wieder Weltniveau.“

Aufgrund der Ausfälle und des Umstandes, dass die Schalker kurz vor der Abreise Christian Clemens an den FSV Mainz 05 ausgeliehen hatten, wurde am Mittwoch noch Julian Wolff aus dem U23-Team eingeflogen.

Weiter unklar indes ist, ob des den Blauweißen gelingen wird, Matija Nastajic bei Manchester City loszueisen. „Wir stehen weiter in Verhandlungen“, sagte Manager Horst Heldt, der den serbischen Abwehrspieler am liebsten im Rahmen eines Leihgeschäftes mit anschließender Kaufoption nach Gelsenkirchen holen würde.

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