Breitenreiter: "Ich bin überzeugt von den Jungs"

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André Breitenreiter

Gelsenkirchen - André Breitenreiter begann die turnusgemäße Pressekonferenz vor dem nächsten Bundesliga-Spiel dieses Mal mit einer guten Nachricht, nachdem an den vergangenen zwei, drei Wochen doch das ein oder andere dunkle Wölkchen den königsblauen Himmel über dem Schalker Trainingsgelände getrübt hatte.

So war Schalkes Weltmeister Julian Draxler kurz vor Ende der Transferfrist zum VfL Wolfsburg gewechselt, ohne dass die Schalker noch die Möglichkeit gesehen hatten, die kolportierten 42 Millionen Transfersumme sinnstiftend in neues Personal zu investieren. Deshalb schien Breitenreiter nun froh, verkünden zu können, dass es Benedikt Höwedes trotz eines Schlages aufs Schienbein in der zurückliegenden Trainingseinheit gut ginge. „Es ist nichts Schlimmes“, sagte der Schalker Coach.

Dass Weltmeister und Mannschaftskapitän Höwedes am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 allerdings wieder auflaufen wird, ist mehr als unwahrscheinlich. „Nach dreieinhalbmonatiger Verletzungspause braucht er noch Zeit“, sagt Breitenreiter: „Wir schauen uns das in den nächsten Tagen an, ob er vielleicht eine moralische Stütze sein kann.“ Doch bereits jetzt wirke die Rückkehr des 27-Jährigen in den Übungseinheiten auf den Rest der Mannschaft äußerst positiv: „Er ist ein wichtiger Führungsspieler, der im Training anfeuert und pusht.“

Auch die Chancen für Neuzugang Pierre Emile Højbjerg, in den Kader zu rutschen, sind am Sonntag eher theoretischer Natur. „Er hat heute das erste Mal mittrainiert“, sagte Breitenreiter am Donnerstag über den dänischen Nationalspieler, der für ein Jahr vom FC Bayern München ausgeliehen ist.

Die große Frage am Sonntag wird sein, wie Breitenreiter die Lücke, die der Transfer Draxlers gerissen hat, stopfen wird. „Wir haben erst einmal an Qualität verloren, das ist Fakt“, sagt der 41-Jährige, ergänzt aber auch: „Ich bin überzeugt von den Jungs, die uns zur Verfügung stehen.“

Dass die Schalker Draxler einfach durch einen anderen Spieler ersetzen können, gehe nicht, so Breitenreiter: „Ich kann jetzt nicht einfach sagte, das Leroy jetzt der neue Julian ist“, sagt der Ex-Paderborner mit Blick auf Nachwuchs-Talent Leroy Sane, der wie Max Meyer oder Leon Goretzka vielleicht ein ähnliches Potenzial wie Draxler entwickeln kann. Doch dabei gelte laut Breitenreiter vor allem eine Bedingung: Zeit. „Wenn diese Jungs diese bekommen, können sie weit nach vorne kommen“, glaubt der Schalke-Trainer.

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