11. Bundesliga-Spieltag

So teuer war die Niederlage in Frankfurt für den S04

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S04-Coach Domenico Tedesco kann sich die gesammelten Zähler an den Händen abzählen: Zehn Stück sind es nur.

Der FC Schalke 04 hat in Frankfurt nicht nur drei Punkte liegengelassen. Bei der 0:3-Niederlage gegen die Eintracht gibt es einen weiteren Verlust zu beklagen – Mark Uth.

Frankfurt – Ein gebrauchter Sonntag für Mark Uth und den FC Schalke 04 bei Eintracht Frankfurt. Mit 0:3 (0:0) haben die Knappen verloren, der königsblaue Offensivmann musste dabei aber nicht nur die Niederlage verkraften. Nach 53 Minuten war seine Schicht beendet, Uth hatte sich verletzt – ohne Kontakt zum Gegner. Ein tragisches Sinnbild der Pleite in Frankfurt – Uth am Boden, Schalke am Boden.

Die Knappen und Frankfurt starteten mit viel Druck in die Partie, ohne aber einen konkreten Abschluss zu finden. Die erste richtige Chance für die Schalker hatte Uth nach 34 Minuten. Daniel Caligiuri hatte einen Eckball der Gastgeber abgefangen, startete den Konter, zögerte aber zu lange – Uth hatte zu wenig Platz. Keine 20 Minuten später sprintete der Schalker Offensivmann im Mittelfeld erneut. Ein verhängnisvoller Antritt.

Uth verletzt

Der Ex-Hoffeneheimer fasste sich sofort an den linken Oberschenkel, humpelte, brach zusammen. Die Physios kamen zur Hilfe, Sanitäter rannten auf den Platz – ohne Fremdeinwirkung verletzte sich Uth. Ebenso ohne Fremdeinwirkung nahm das Spiel ab diesem Zeitpunkt für die Frankfurter Offensivkräfte ihren Lauf. Ohne Uth fehlte auch der letzte Antrieb im Knappen-Mittelfeld, die königsblaue Defensive geriet zunehmend ins Straucheln, die Eintracht nutzte ihre Chancen.

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„Bis zur 60. Minute hat unsere Dreierkette das überragend gemacht“, sagte Schalke-Manager Christian Heidel nach der Partie. Ja, aber eben nur bis zur 60. Minute. Salif Sané und Benjamin Stambouli wirkten müde, langsam. Das Eintracht-Trio Haller, Rebic, Jovic zündete hingegen den Turbo. Besonders bitter beim Treffer zum 0:1 aus Schalker Sicht: Einen Angriff zuvor hatte Breel Embolo den Führungstreffer auf dem Schlappen, scheiterte aber an Kevin Trapp.

Elfer für Schalke?

„Da gab es auch eine Berührung im Strafraum. Wenn er sich fallen lässt, bekommen wir den Elfmeter“, so S04-Coach Domenico Tedesco. Hätte, wäre, könnte – ist aber nicht. Und so fingen sich die Schalker das Gegentor, kassierten in der 74. und 80. Minute noch die Treffer zwei und drei.

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Danach: Stille in der Kurve. Die mitgereisten Fans schwiegen ihre Mannschaft nach Abpfiff an, einzelne schimpften. Heidel hat Verständnis dafür. „Ich habe auch zunächst fünf Minuten auf der Bank gegessen. Das ist heftig, wenn du so ein Spiel dann 0:3 verlierst“, sagte er. Schönreden wollte er nichts, ergibt auch keinen Sinn. Nach elf Spieltagen steht Schalke mit zehn Punkten auf dem 14. Platz, hat nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegations- und zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. 

Schalke kassiert Klatsche in Frankfurt

„Da schleppt man auch die Hypothek vom schlechten Saisonstart mit sich“, sagte Tedesco. Und diese Hypothek hat sich jetzt erhöht. Die Niederlage in Frankfurt tat weh, offenbarte Schwächen – und kostete Mark Uth. Ein teurer Preis. Er habe eine strukturelle Muskelverletzung, werde wohl länger ausfallen. Das teilte der Verein auf Nachfrage mit – wollte sich aber nicht zu Spekulationen hinreißen lassen. Genaue Untersuchungen sollen noch folgen. In der bevorstehenden Länderspielpause heißt es daher: Wunden lecken.

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