In Benidorm

Verletzungen, Zugänge, geplante Korrekturen: So lief der Auftakt ins Schalker Trainingslager

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Guido Burgstaller (links) absolvierte zum Start des Schalker Trainingslagers in Benidorm nur eine Laufeinheit.

Schalke 04 beginnt mit dem Winter-Trainingslager in Benidorm auch seine Korrekturen an schlechten Hinrunde. Trainer Tedesco erklärt seine Pläne.

Benidorm – Es gibt keine Zeit zu verlieren: Gut zwei Stunden nach der Ankunft im Schalker Trainingslager im spanischen Benidorm marschierte die Mannschaft des Fußball-Bundesligisten auf den Trainingsplatz und hielt der erste Einheit an der Costa Blanca ab. Knapp zwei Stunden waren die Mannen von Chefcoach Domenico Tedesco auf dem Rasen – Aufwärmen, Spiel- sowie Stabilisationsübungen zum Abschluss. Das ganze Programm. „Überall“, antwortete der 33-Jährige auf die Frage, wo denn der Schwerpunkt in achttägigen Vorbereitungs-camp der Königsblauen liege. „Wir haben sehr viel vor.“

Die Knappen haben auch sehr viel zu korrigieren nach der schlechten Hinrunde mit 18 Zählern. Und genau das geht Schalke nun an – nahezu radikal. Die ersten Schritte sind eingeleitet. Mit Seppo Eichkorn hat Tedesco ab sofort einen zweiten Co-Trainer, den er sich nicht nur wegen seiner Erfahrung und seiner menschlichen wie fachlichen Qualität gewünscht hatte: „Ich wollte jemanden haben, der nicht so gestrickt ist wie ich, eine andere Herangehensweise hat und gewisse Dinge anders anpackt.“ Jemanden mit einem raueren Ton.

Di Santo und Geis in die U23

Auch ohne Eichkorn sind schon erste Entscheidungen gefallen. Dass die Leihe von Abdul Rahman Baba vorzeitig beendet ist und der Linksverteidiger bereits konkrete Gespräche führt, war bereits bekannt. Dass die ebenfalls nicht mitgereisten Johannes Geis und Franco Di Santo keine Zukunft mehr auf Schalke haben werden, wurde seitens der Königsblauen so konkret derweil noch nicht kommuniziert.

„Wir haben ihnen klar gemacht, dass sie nicht mehr bei uns spielen und in der U 23 aufschlagen werden“, sagte Tedesco. Finden sie keinen Klub, werden sie bis zum Ende ihres im Sommer auslaufenden Vertrages im Oberliga-Team verbleiben.

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Auch bei einigen anderen ist die Zukunft noch offen. Amine Harit etwa, den der Verein bei einem entsprechenden Angebot vorzeitig ziehen lassen würde, war ebenfalls nicht im Flieger. „Er hat einen Muskelfaserriss mit Sehnen-Beteiligung. Er hat auf Schalke einen Reha-Trainer, der sich um ihn kümmert“, so der Trainer. Sportdirektor Axel Schuster ergänzte, dass der Marokkaner eventuell nachreist – je nach Verlauf seiner Therapie.

Offensivspieler sollen her

Ohnehin drückt den Königsblauen in der Offensive weiter der Schuh. Mark Uth ist zwar wieder schmerzfrei und wird wohl spätestens am Sonntag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, anders sieht die Lage bei Guido Burgstaller und Breel Embolo aus. Während Erstgenannter nach Leistenbeschwerden bislang einige Runden drehte und sein Pensum aller Voraussicht nach in den kommenden Tagen steigern wird, wird der Schweizer Embolo nach seinem Mittelfußbruch die gesamte Dauer nur individuell trainieren können. Für den Rückrunden-Start werden beide keine Option sein.

Nicht nur deshalb wünscht sich der Chefcoach Verstärkung. Neben einem Innenverteidiger, von denen Schalke nach dem nicht eingeplanten Abgang von Naldo nur noch zwei gelernte im Kader hat, sollen darüber hinaus im Idealfall „ein bis zwei Offensivspieler“ kommen. „Für die Sieben, Neun oder Elf“, wie Tedesco erklärte.

Kein Bedarf besteht hingegen an einem zentralen Mittelfeldspieler, womit der Trainer das Gerücht um Marko Rog vom SSC Neapel ins Reich der Fabel verwies. Zu möglichen Zugängen meinte er: „Es ist wichtiger, einen guten Transfer hinzulegen als einen schnellen.“

Wenn beides gelingt, wird er sich jedoch nicht wehren. Um die Korrekturen an der Mannschaft weiter vorantreiben zu können.

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