Späte Treffer gegen Frankfurt

Schalke klettert durch 2:0-Sieg in der Tabelle weiter nach oben

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Erste bejubelte Leroy Sané (2. v. li.) den Treffer seinen Teamkollegen Joel Matip (3. v. li.) - dann traf er in der Nachspielzeit selbst.

Gelsenkirchen - Es gab einiges an bemerkenswertem Zahlenmaterial, das die Partie des FC Schalke 04 gegen Eintracht Frankfurt zu einer besonderen machte: So war es das 1600. Bundesliga-Spiel und zugleich 800. Heimspiel der „Knappen“.

Eine Zahl dürfte Trainer André Breitenreiter letztlich aber wichtiger gewesen sein: Denn der 2:0 (0:0)-Erfolg war mittlerweile der vierte Pflichtspiel-Sieg der Schalker in Folge.

Breitenreiter hatte die Mannschaft im Vergleich zum „schmutzigen Sieg“ (1:0) in Stuttgart auf gleich vier Positionen verändert: Für Leroy Sané, Franco Di Santo, Junior Caicara und dem am Sprunggelenk verletzten Dennis Aogo kamen Sead Kolasinac, Marco Höger, Eric Maxim Choupo-Moting und Sascha Riether in die Partie. Angesichts der laufenden Englischen Wochen schien der Schalker Trainer die gesamte Bandbreite des Kaders ausnutzen zu wollen. Es war ein technisch wertvolles Duell, das sich beide Mannschaften in der Veltins-Arena lieferten. Wobei die Gastgeber den dominanten Part übernahmen, ohne sich dafür bis zum Pausenpfiff zu belohnen.

Doch die größeren und klareren Chancen lagen eindeutig auf Schalker Seite. Zunächst prüfte Johannes Geis per Freistoß die Reißfestigkeit der Torwarthandschuhe von Frankfurts Keeper Lukas Hradecky (10.). Danach versuchte sich Marco Höger mit einem 25-Meter-Schuss, der über das Eintracht-Gehäuse segelte (25.), ehe Leon Goretzka eigentlich die Führung hätte machen müssen: Nach schöner Kombination über Sead Kolasinac und Max Meyer stand der 19-Jährige plötzlich im Strafraum der Frankfurter blank, schob den Ball aber so lasch in Richtung Tor, dass Hradecky keine Mühe hatte, diesen aufzunehmen.

Die Frankfurter lauerten stets gefährlich, fanden bei ihren Kontern aber auch keine Lücke. Die besten Gelegenheiten hatten Haris Seferovic, der in der 18. Minute an einer Flanke von Alexander Meier vorbeisegelte. Und Meyer selbst hätte in kurz vor der Pause zu seinem vierten Saisontor einnetzen können, doch zeigte Schalke-Keeper Ralf Fährmann in dieser Szene mit einer Glanzparade erneut, warum er bald ein ernsthafter Kandidat für Joachim Löw sein könnte.

Im zweiten Durchgang hatten die Frankfurter sich fast ausschließlich aufs Konterspiel fokussiert. Die Eintrachtler standen tief in der eigenen Hälfte, während die Schalker fast schon im Stile einer Handballmanschaft um dieses massive Bollwerk herumkreiselten und eine Lücke zu finden versuchten – die sich jedoch nicht auftat. Dafür hatten Makoto Hasebe (62.) und der für den verletzten Seferovic eingewechselte Stefan Aigner (67.) durchaus die Chance, die Gäste in Führung hu bringen – doch beide verfehlten das Ziel knapp. Neue Hoffnung für die Schalker brachte ein offensiver Doppelwechsel von Breitenreiter, der zunächst Sané (70.) und Di Santo (75.) ins Spiel brachte. Kurz darauf war es dann ein Standard, der den Frankfurter Riegel knackte: Eine Ecke von Geis köpfte Joel Matip ins Netz (76.). Frankfurt kam danach noch einmal aus seinem Schneckenhaus, doch verhindert der erneut überragend Fährmann mit zwei Paraden den Ausgleich. In der Nachspielzeit machte Sané mit dem 2:0 nach einem herrlichen Solo alles klar.

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