2:0-Heimsieg gegen Hannover

Abend mit Zungenschnalzer

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Der Schalker Kevin-Prince Boateng (links) und Hannovers Leonardo Bittencourt im Zweikampf.

GELSENKIRCHEN - Jens Keller schlenderte nach dem Abpfiff zu seinen Spielern hinüber, die sich vor der Nordkurve feiern ließen. Schalkes Trainer umarmte den einen oder anderen, winkte den Fans zu und ging wieder zurück in Richtung Kabine. Als durch und durch zufriedener Mann nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg über Hannover 96.

Von Jens Greinke

Fünf Spiele hintereinander ohne Niederlage, drei Siege in Folge und erneut ohne Gegentreffer – es war ein fast perfekter Abend für den FC Schalke 04 gewesen. Der 2:0 (2:0)-Erfolg über Hannover 96 sorgte dafür, dass die Knappen ihrem Saisonziel weiter konsequent auf der Spur sind.

Der vierte Rang, der es am Ende der Saison mindestens sein soll, wurde nicht nur verteidigt. Der Abstand auf Verfolger Mönchengladbach wurde auf vier Zähler erhöht, zudem bleiben der Dritte Borussia Dortmund und der Zweite Bayer Leverkusen in Reichweite. Eine sehr gute Ausgangsposition vor dem Spitzenspiel gegen Leverkusen am kommenden Samstag (18.30 Uhr).

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Schalke gewinnt 2:0 gegen Hannover 96

„Wir sind jetzt elf Kapitäne auf dem Platz, jeder übernimmt Verantwortung“, sagte Schalkes Keeper Ralf Fährmann nach dem Schlusspfiff. Und Max Meyer ergänzte: „Wir sind ein Team geworden.“

Auf Schalker Seite hatte es gestern aber auch zwei gegeben, die hatten leiden müssen: Roman Neustädter und Atsuto Uchida. Neustädter musste nach einem harten Einsteigen von Szabolcs Huszti in der 27. Minute ausgewechselt werden. Der 25-Jährige zog sich eine Platzwunde und eine Prellung am Knie zu. In der Schlussphase hatte es auch noch Uchida erwischt, der sich offenbar einen Muskelfaserriss zuzog. Beide fallen damit gegen Leverkusen wohl ebenso aus wie Kapitän Benedikt Höwedes, der den Schalkern wegen eines Muskerfaserrisses voraussichtlich zwei bis drei Wochen lang fehlen wird.

Ansonsten war es ein recht schmerzfreier Abend für die Blauweißen, die die Hannoveraner von Beginn an dominierten. In der Anfangsphase der Partie schienen die Gastgeber eine Ballbesitz-Quote von 100 Prozent anzustreben. Nach zwei großen Möglichkeiten, die Klaas-Jan Huntelaar (12.) und Kevin-Prince Boateng (18.) vergaben, war es ein bemerkenswertes Solo des bärenstarken Linksverteidiger Sead Kolasinac, das die hoch verdiente Schalker Führung einleitete.

Nach einer schönen Hackentrick-Vorlage von Chinedu Obasi marschierte der gebürtige Karlsruher mit bosnischen Wurzeln in den Strafraum der Hannoveraner hinein, schüttelte seinen Verfolger Marcelo ab wie eine lästige Klette und passte quer auf Jefferson Farfan, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste. Ein wunderbar heraus gespielter Treffer – der in der Art seiner Entstehung fünf Minuten später durch das 2:0 fast noch getoppt wurde. Dieses Mal war es die rechte Schalker Seite, die für Zungenschnalzer auf den Rängen sorgte. Farfan schickte mit viel Übersicht Atsuto Uchida in den Sechzehner der 96er, von wo der Japaner zurück auf Max Meyer spielte. Schalkes Jungstar schob den Ball mit enormer Abgebrühtheit zum 2:0 in die Maschen.

Die Hannoveraner hatten in der zweiten Halbzeit versucht, mehr Zugriff auf die Partie zu bekommen. Das gelang zwar partiell, doch großartige Torchancen sprangen für die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut nicht heraus. Die Schalker behielten die Partie im Griff und verwalteten gekonnt die Zwei-Tore-Führung. Für Schalke-Keeper Ralf Fährmann war es im achten Saisonspiel die fünfte Partie, in der er ohne Gegentreffer blieb.

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