Alternative für die Verteidigung?

Schalke-Ikone Klaus Fischer bezieht klar Stellung zu Rückkehr von Höwedes: "Man hätte ihn ..."

Kehrt Ex-Kapitän Benedikt Höwedes nach seiner Vertragsauflösung in Moskau zum FC Schalke 04 zurück? Vereins-Ikone Klaus Fischer bezieht klar Stellung.

  • Vor über drei Jahren verließ Benedikt Höwedes den FC Schalke 04.
  • In Moskau hat er seinen Vertrag aufgelöst - er will in Deutschland bleiben (Update 9. Juni. 14.06 Uhr).
  • Schalke-Ikone Klaus Fischer bezieht klar Stellung zu einer möglichen Rückkehr von Höwedes (Update vom 12. Juni, 12.48 Uhr).

Update vom 12. Juni, 12.48 Uhr: Beim FC Schalke 04 hakt es derzeit an allen Ecken und Enden. Großes Verletzungspech ist die eine, mangelnde Qualität des S04-Kaders in der Breite die andere Sache. Zumindest in der Innenverteidigung ist Königsblau auch in Zukunft gut aufgestellt. Das weiß auch Vereins-Ikone Klaus Fischer, der deshalb einer möglichen Rückkehr von Ex-Kapitän Benedikt Höwedes skeptisch entgegenblickt.

Name

Benedikt Höwedes

Geboren

29. Februar 1988 in Haltern am See

Ehefrau

Lisa Wesseler

Bisherige Stationen

Lokomotive Moskau, Juventus Turin, FC Schalke 04

"Ich weiß nicht, ob das so gut wäre. Man hat ja gerade in der Innenverteidigung mit Ozan Kabak und Salif Sané gute Leute", sagte der frühere Nationalspieler dem Onlineportal t.online.de im Vorfeld der Partie von Schalke 04 gegen Bayer Leverkusen (So., 18 Uhr/live im TV, Live-Stream und im Live-Ticker) . Der 32-jährige Höwedes hatte Schalke 04 nach insgesamt 16 Jahren verlassen müssen. "Man hätte ihn gar nicht erst gehen lassen dürfen", sagte Fischer.

Für Klaus Fischer ist klar: Die Probleme bei der Elf von Trainer David Wagner liegen nicht in der Defensive. "Sie schießen keine Tore. Es wird schwer, Top-Leute für den Sturm zu finden, wenn das Geld fehlt", so Fischer. Schalke ist seit elf Pflichtspielen ohne Sieg und erzielte dabei nur vier Tore. Nach der guten Hinrunde ist diese Entwicklung für den 70-Jährigen kaum zu begreifen: "Es kommt mir so vor, als wären im Vergleich zur Hinrunde elf andere Spieler auf dem Platz."

Riether über eine mögliche Rückkehr von Ex-Kapitän Höwedes

Update vom 10. Juni, 13.59 Uhr: Benedikt Höwedes ist wieder auf dem Markt. Der ehemalige Kapitän von Schalke 04 hat seinen Vertrag beim russischen Erstligisten Lokomotive Moskau aus familiären Gründen aufgelöst. Kehrt der 32-jährige Verteidiger in die Bundesliga oder gar zu Königsblau zurück? Sascha Riether hat dazu Stellung bezogen.

Gerne erinnert sich der heutige Koordinator der Schalker Lizenzspielerabteilung zurück. "Benedikt hat mich damals als ich aus Freiburg kam an die Hand genommen", betont Riether. Das Verhältnis zwischen ihm und Höwedes sei nach wie vor gut. "Natürlich reden wir miteinander", fügt Riether an. Er selbst wurde bereits des öfteren auf eine Rückkehr von Benedikt Höwedes zum FC Schalke 04 angesprochen. Es sprechen viele Argumente dafür, einige jedoch auch dagegen.

Kehrt Benedikt Höwedes nach seiner Vertragsauflösung in Moskau zu Schalke 04 zurück?

Die Tür für Höwedes will Riether nicht verschließen. "Sag niemals nie. Wie es am Ende sein wird, ob Bene eine Alternative sein wird, muss man dann gucken", blickt Riether voraus. Aktuell jedoch würde ein Transfer nur wenig Sinn ergeben. "Wir haben auf der Position des Innenverteidigers wohl den geringsten Bedarf", so Riether. Daran ändert wohl auch nichts der drohende Abgang von Leihspieler Jean-Clair Todibo. "Aktuell ist es eher unwahrscheinlich - ohne eine Absage zu erteilen", sagt Riether.

Benedikt Höwedes löst Vertrag in Moskau auf: "Es war mir ein Vergnügen!"

Update vom 9. Juni, 14.06 Uhr: Nun ist es offiziell: Benedikt Höwedes hat seinen Vertrag mit dem russischen Erstligisten Lokomotive Moskau "in gegenseitigem Einvernehmen" aufgelöst. Das gab der Verein aus der russischen Hauptstadt bekannt.

Demnach habe sich Höwedes entschieden, aus familiären Gründen in Deutschland zu bleiben. Via Twitter verabschiedete sich der 32-jährige Verteidiger auf russisch und englisch. "Danke Lokomotive! Es war mir ein Vergnügen!", schrieb Höwedes übersetzt. Wohin es den Ex-Schalker zieht, ist noch unklar. Eine Rückkehr nach Gelsenkirchen wäre nicht nur für den Fußball-Romantiker ein mögliches Szenario. Dazu gibt es allerdings einige Pros und Kontras.

Ex-Schalker Benedikt Höwedes will wohl Vertrag bei Lokomotive Moskau auflösen

Update vom 8. Juni, 13.50 Uhr: Die Bundesliga war Vorreiter. Auch in Russland soll bald wieder Fußball gespielt werden, die Saison soll dort am 21. Juni aus der Corona-Pause kommen und fortgesetzt werden. Benedikt Höwedes (32) wird dann wohl nicht mehr dabei sein.

Der ehemalige Kapitän von Schalke 04 steht nach Informationen der Bild vor der Auflösung seines Vertrages (eigentlich bis 30.06.2021) bei Lokomotive Moskau. Grund ist demnach die unklare Situation nach der Coronavirus-Pandemie: Als Familienvater möchte er lieber bei der Familie in Deutschland bleiben.

2018 wechselte Höwedes von Schalke nach Moskau. Für Lok absolvierte er 50 Pflichtspiele. Einen neuen Klub habe Höwedes noch nicht in Aussicht, heißt es.

Ex-Kapitän Höwedes: "Hätte meine Karriere gerne auf Schalke beendet"

Update vom 10. Mai, 16.25 Uhr: Beinahe drei Jahre ist es nun her, dass Schalkes ehemaliger Kapitän Benedikt Höwedes vonDomenico Tedesco ausgemustert wurde. Über die Station Juventus Turin fand Höwedes sein neues Glück in Russland bei Lokomotive Moskau. Sein Blick wandert dennoch regelmäßig rüber nach Deutschland - und insbesondere zu seinem königsblauen Herzensklub.

"Es ist mein Wohnzimmer über so viele Jahre gewesen", erinnert sich Höwedes in einem Gespräch mit Sky an seine Verabschiedung aus der Schalker Veltins Arena. Nach der Champions-League-Partie mit seinem aktuellen Klub Lokomotive Moskau, ausgerechnet bei Schalke 04, wurde der 32-Jährige von minutenlangen Sprechchören und stehenden Ovationen beim Gang durch das Gelsenkirchener Stadion nach dem Schlusspfiff begleitet. "Bei den Bildern bekomme ich noch immer Gänsehaut", so Höwedes.

Zwar sei der Ex-Schalker froh, noch einmal die Gelegenheit bekommen zu haben, Erfahrungen im Ausland in Turin und Moskau zu machen. Dennoch betont Höwedes: "Ich hätte gerne meine Karriere bei Schalke beendet, aber irgendwann haben sich die Wege aus bekannten Gründen getrennt." 

Höwedes bedauert sein frühes Amt als Kapitän bei Schalke 04

Moskau - Sechs Jahre lang trug Benedikt Höwedes die Kapitänsbinde des FC Schalke 04, ehe ihn der damalige Coach Domenico Tedesco von seinem Amt entbunden hatte und damit für einen Paukenschlag sorgte. Es war ein ebenso überraschender wie auch bitterer Nackenschlag für den damals 29-Jährigen, der deshalb im Sommer 2017 zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin wechselte.

"Vor allem die Art und Weise, wie die Trennung abgelaufen ist, hat mich gekränkt", sagte Höwedes in einem interview bei Spox und Goal. Mittlerweile scheint der 31-Jährige Innenverteidiger sein Glück in Russland bei Lokomotive Moskau gefunden zu haben, kommt dort in der laufenden Saison bereits auf 20 Pflichtspieleinsätze.

Ex-Schalker Höwedes bedauert frühen Aufstieg zum Mannschaftskapitän 

Mannschaftskapitän ist er beim Champions-League-Starter (noch) nicht. Blickt er zurück auf seine Zeit bei seinem Ausbildungsklub Schalke 04, dürfte er diese Tatsache wohl durchaus verkraften können. Zumal er noch immer bedaure, dass er das Amt des königsblauen Spielführers "zu früh und zu jung" ausüben musste. 

"Die Verantwortlichen hatten damals das Ziel, dass ich an meiner Rolle wachse und lerne, noch mehr Verantwortung zu übernehmen", zeigt Höwedes Verständnis. Zumal er, ähnlich wie das damals missglückte Projekt um Julian Draxler, zur Schalker Identifikationsfigur aufsteigen sollte. "Ich kann gut nachvollziehen, dass es für Jule sehr schwer war. Er war der Hoffnungsträger des Klubs", zeigte Höwedes Verständnis.

Julian Draxler fand sich bei Schalke 04 in ähnlicher Position wieder

Er selbst fand sich Jahre zuvor in einer ähnlichen Position wieder - und einer wohl noch größeres Last ausgesetzt, die er zu stemmen hatte. "Mich hat es zwar mit unheimlich viel Stolz erfüllt, Schalke-Kapitän zu sein", betonte Höwedes. "Aus heutiger Sicht war es aber nicht der richtige Schritt." 

Weil er einer der Jüngsten auf dem Platz war, wie er seine Argumentation begründete. Denn neben Alphatieren wie wie Raul, Jermaine Jones, Christoph Metzelder oder Klaas-Jan Huntelaar sei es alles andere als einfach gewesen, sich zu behaupten.

Höwedes: "...leider ist es nicht mehr Realität geworden"

Geschafft hatte es Höwedes dennoch - bis zu seiner Ausmusterung 2017. Anschließend übernahmen Amine Harit und Co. das Sagen in der Kabine. "Ich hatte die Vision, etwas Großes mit Schalke zu erreichen", erinnerte er sich. Durchaus etwas Großes bei Schalke 04 hat Rudi Assauer erreicht.

"Mein großes Ziel war es, auf Schalke Deutscher Meister zu werden oder zumindest noch einmal den Pokal zu holen. Ich war und bin der festen Überzeugung, dass ein Titel mit Schalke viel mehr wert ist als ein Titel mit Bayern München. Dafür habe ich gelebt und hart gearbeitet - leider ist es nicht mehr Realität geworden", so Höwedes weiter.

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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