Schalke: Polizeieinsatz wird Thema im Landtag

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GELSENKIRCHEN - Acht Monate nach dem umstrittenen Polizeieinsatz beim Champions-League-Spiel von Schalke 04 gegen PAOK Saloniki wird auch gegen 23 Polizisten ermittelt. Der Landtag-Innenausschuss berät am Donnerstag zu dem Thema. Dabei wird auch Kritik an der Aufklärung laut.

Acht Monate nach dem umstrittenen Polizeieinsatz beim Champions-League-Spiel von Schalke 04 gegen PAOK Saloniki wird gegen 23 Polizisten ermittelt. Ihnen werde Körperverletzung im Amt vorgeworfen, teilte das NRW-Innenministerium dem Landtags-Innenausschuss mit, der am Donnerstag über den Fall beriet.

Die Polizei war in die Schalker Fankurve eingedrungen, um ein Banner zu entfernen, das griechische Fans provoziert haben soll. Dabei hatte sie Pfefferspray und Schlagstöcke gegen die Fans eingesetzt. Zahlreiche Besucher des Spiels wurden verletzt. Auch gegen 40 Besucher seien Ermittlungen eingeleitet worden.

Es sei kein Wille zur Aufklärung vorhanden, kritisierte der Abgeordnete der Piratenpartei, Frank Herrmann. So ermittele immer noch die Gelsenkirchener Polizei gegen sich selbst, anstatt eine andere Polizeibehörde damit zu betrauen. Und NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) behaupte weiterhin, die Polizei habe alles richtig gemacht.

Die Vereinsverantwortlichen hatten den Polizeieinsatz vom 21. August 2013 öffentlich kritisiert. Daraufhin hatte Jäger verkündet, dass die Polizei sich aus der Schalker Fußball-Arena zurückziehen und die Ordnungskräfte des Vereins nicht mehr unterstützen werde. Später hatten die Vereinsverantwortlichen ihre Kritik relativiert. Daraufhin erklärte der Minister, dass die Polizei wieder im Stadion die Ordner unterstützen werde. - dpa

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