Mittelfeldspieler im Aufbruch

Schalke will Serdar langfristig halten - dabei wäre dieser fast woanders gelandet

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Schalkes Suat Serdar (rechts) wurde erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert.

Nachdem Suat Serdar zur Waffe von Schalke 04 wurde, macht sich der Klub bereits Gedanken um die Zukunft. Dabei wäre er beinahe bei der Konkurrenz gelandet.

Gelsenkirchen - Es läuft bei Suat Serdar. Nach etwas Anlaufzeit ist der Mittelfeldspieler mittlerweile auch sportlich auf Schalke angekommen, gehört in der aktuellen Saison zu den Säulen des Aufschwungs unter dem neuen Trainer David Wagner. Das Sahnehäubchen folgte vor einigen Tagen, als Bundestrainer Joachim Löw den U21-Vize-Europameister für die deutsche A-Nationalmannschaft nominierte.

Serdar ist auf Schalke eingeschlagen - so sehr, das sich die Königslauen offenbar schon jetzt mit der weiteren Zukunft des 22-Jährigen beschäftigen. Nach Informationen der Bild plant Sportvorstand Jochen Schneider langfristig mit Serdar - was bedeutet, dass eine vorzeitige Verlängerung seines ohnehin noch bis 2022 gültigen Vertrages angedacht sei.

So, wie es die Knappen bei Weston McKennie praktizierten: Auch der US-Amerikaner  unterschieb im Sommer ein bis 2024 gültiges Arbeitspapier und verlängerte somit ebenfalls vorzeitig um zwei weitere Jahre.

Serdar stand vor einem Transfer zu 1899 Hoffenheim

Dabei hatte Serdar auf Schalke keinen leichten Start. Unter Trainer Domenico Tedesco spielte er in dem für die Königsblauen ohnehin verkorksten Jahr kaum eine Rolle. Erst Interimscoach und Jahrhunderttrainer Huub Stevens schenkte dem Deutsch-Türken das Vertrauen, das Serdar nun mehr und mehr zurückzahlt.

Dabei wäre der Mittelfeldspieler beinahe gar nicht auf Schalke, sondern bei 1899 Hoffenheim gelandet. Ex-Manager Christian Heidel, der Serdar aus seiner Zeit in Mainz kannte, verließ des FSV nach 24 Jahren Richtung Ruhrpott - und da "hatte Suat einen anderen Vertrag als zu dem Zeitpunkt, als er zu Schalke gewechselt ist", erklärte Heidel jüngst in der WAZ. Der entscheidende Punkt, von dem Heidel keine Kenntnis hatte: die Ausstiegsklausel in Höhe von 10,5 Millionen Euro.

Schalke profitierte bei Serdar von Ausstiegsklausel

Serdar habe kurz vor einem Transfer nach Hoffenheim, worauf Tedesco seinen Chef aufmerksam machte. "Domenico und ich haben immer mal über Suat gesprochen. Domenico kannte ihn gut aus seiner Zeit als Jugendtrainer bei Hoffenheim, da hat er oft gegen Suat gespielt", erklärte Heidel: "Auch er hat immer gesagt, dass er ein Riesenspieler ist. Ich habe immer gesagt: Den kann man nicht holen. Wenn der Vertrag ohne Ausstiegsklausel gewesen wäre, hätte Mainz ihn niemals abgegeben."

So sei Schalke anschließend binnen 48 Stunden auf Schalke gelandet, wo er dort aktuell nicht wegzudenken ist. Auch dem türkischen Fußballverband ist die Entwicklung natürlich nicht entgangen. Nationaltrainer Senol Günes hoffte wohl, dass sich Serdar für die türkische statt der deutschen A-Nationalmannschaft entscheide. "Wir haben auf die Papiere gewartet, aber sie kamen nie an. Es ist okay, dass er jetzt für Deutschland spielt – aber er hätte das nicht verheimlichen müssen", sagte Günes irritiert .

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