Nach erstem Saisonsieg

Schalke atmet auf, aber: "Man hat die Angst gespürt"

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Trainer Domenico Tedesco und Schalke 04 feierten gegen Mainz den ersten Saisonsieg. 

Die Erleichterung auf Schalke ist nach dem ersten Saisonsieg groß. Dennoch spielte gegen Mainz auch der Faktor Zeit eine Rolle.

Gelsenkirchen - Mittlerweile ist hinlänglich bekannt, dass Christian Heidel bei Fußballspielen ein riesengroßer Pessimist ist. Das war im Heimspiel gegen Mainz 05 nicht anders.

"Ich habe jeden Ball drin gesehen. Und es waren viele Ecken und viele Bälle in unserem Strafraum", sagte der Sportvorstand von Schalke 04 - und atmete auf. Schließlich war es den Königsblauen doch noch gelungen, das knappe 1:0 gegen die Rheinhessen über die Zeit und damit den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen. 

Dabei hätte es tatsächlich anders kommen können. Nachdem die Führung durch Alessandro Schöpf (11.) der Mannschaft von Cheftrainer Domenico Tedesco Sicherheit gegeben hatte (Tedesco: "In Summe war die erste Halbzeit gut, sowohl spielerisch als auch vom Pressing her."), spielte mit zunehmender Spieldauer offensichtlich immer mehr der Kopf eine Rolle.

Schöpf eigentlich kein Kopfball-Ungeheuer

"Die letzten zehn Minuten haben sich für mich wie zwei Stunden angefühlt", meinte Heidel: "Wenn die Mannschaft nur halb so nervös war wie ich auf der Bank, kann ich das verstehen. Die Jungs hatten Angst, das noch aus den Händen zu geben und sich deshalb immer weiter zurückgezogen." Und mit Mann und Maus gegen Mainz verteidigt. Um die ersten drei Zähler der Saison zu retten. Mit Erfolg.

Schalke landet Befreiungsschlag gegen Mainz

"Uns ist allen ein riesiger Stein vom Herzen gefallen", sagte Schöpf, der daran mit seinem Kopfballtreffer keinen unwesentlichen Anteil hatte: "Dabei bin ich eigentlich der schlechteste Kopfballspieler in der Mannschafft. Aber am Ende zählt nur der Sieg."

Schalke verpasst Vorentscheidung

Die Erleichterung war in der gesamten Arena spürbar, natürlich auch bei Tedesco. "Wir wollten in der Anfangsphase druckvoll beginnen und ein Feuerwerk daraus machen", sagte Schalkes Chefcoach. "Der Sieg war wichtig. Endlich können wir uns mal ein paar Stunden freuen. Ich bin sehr, sehr glücklich für die Mannschaft und die Fans. Wir haben intelligent, ruhig und mutig gespielt, so müssen wir Partien über 90 Minuten angehen"

Das wohl größte Manko des Nachmittags: Königsblau verpasste es, eher für klarere Verhältnisse zu Sorgen. Die Möglichkeiten dazu waren schließlich da, etwa durch den starken Yevhen Konpplyanka, der zweimal die Latte traf (59./72.) oder Amine Harit (62.).

"Dann wäre es kein Zittersieg geworden", meinte Tedesco: "Man hat die Angst schon ein bisschen gespürt. Daher bin ich froh, dass wir gewonnen haben." Damit war er nicht der einzige Schalker.

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