Schalke erwartet schwieriges Spiel gegen Slowenen

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Auch Trainer Jens Keller freute sich über den Derby-Sieg gegen den BVB.

GELSENKIRCHEN - Nur drei Tage nach dem emotionalen Derbysieg gegen den BVB steht für Schalke am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) die nächste Pflichtaufgabe in der Champions League gegen Maribor an.

Von Jens Greinke

Die Medienabteilung des FC Schalke 04 twitterte am Montag ein Szenenfoto aus dem Hollywood-Blockbuster „The Wolf Wall Street“, das Leonardo di Caprio in seiner Rolle als ziemlich selbstbewussten Börsenmakler zeigt. Dazu den Text: „Das Gefühl, wenn man morgens ins Büro kommt, wenn die eigene Mannschaft gewonnen hat.“

Der 2:1-Derbysieg hat für eine enorme Stimmungsaufhellung auf Schalke gesorgt. Ähnlich wie im Kinofilm wähnen sich einige auf Schalke offenbar bereits im Besitz einer Eintrittskarte für die legendäre Schokoladenfabrik von Willy Wonka. Doch gut 30 Stunden vor dem zweiten Champions-League-Gruppenspiel gegen NK Maribor (Dienstag, 20.45 Uhr) meint Trainer Jens Keller: „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir haben den Saisonstart verpennt, weshalb uns ich noch nicht ganz raus sehe.“

Immerhin: Im Gegensatz zur Bundesliga muss zumindest der Schalker Start in die Königsklasse als durchaus gelungen bezeichnet werden. Im ersten Spiel beim FC Chelsea hatten sich die angeschlagenen Knappen überraschend ein respektables 1:1-Remis erkämpft. „Diesen Punkt gilt es nun zu vergolden“, sagt Manager Horst Heldt: „Durch einen Sieg gegen Maribor.“ Tatsächlich könnten die Schalker bereits in den nächsten beiden CL-Partien die Basis für den Einzug in die K.o.-Runde legen: Nach dem Heimspiel gegen Maribor folgt eine weitere Partie vor eigenem Publikum gegen Sporting Lissabon. Sollten die Blauweißen beide Spiele gewinnen, hätten sie bereits sieben Punkte auf dem Konto.

Während bei den meisten Schalker Spielern die Laune seit dem Derbysieg wieder bestens ist, hat Julian Draxler immer noch an seinem Fauxpas aus dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt zu knabbern. „Die rote Karte habe ich auf alle Fälle bereut“, sagt Schalkes Jungstar, der nach seinem unbeherrschtem Foul die Partien gegen Werder Bremen (3:0) und vor allem gegen Borussia Dortmund verpasste. Natürlich habe er beim Spiel gegen den BVB „auf der Tribüne mitgefiebert“: „Doch auf dem Platz wäre es sicherlich schöner gewesen.“ Der 21-Jährige Jungstar dürfte deshalb am Dienstag umso motivierter sein, auch wenn er sagt: „Der Schaden, den ich da angerichtet habe, war ja nicht ganz so groß, weil das Team die beiden Spiele ohne mich ja gewonnen hat.“

Sowohl Keller als auch Heldt erwarten am Dienstag gegen die Slowenen „ein schwieriges Spiel“. „Maribor ist eine Mannschaft, die sehr tief steht, die kompakt verschiebt und für gefährliche Standards bekannt ist“, listet der Schalker Trainer einige der Stärken auf, die er beim Gegner ausgemacht hat. Quantitativ steht dem Coach die gleiche Anzahl von Spielern zur Verfügung wie gegen Dortmund: Für Sidney Sam (muskuläre Probleme) wird Draxler in den Kader zurückkehren. Keller kündigt zudem eine gewisse Rotation an. Vor allem dürfte Atsuto Uchida, der in der Schlussphase des Spiels gegen Dortmund von Krämpfen geschüttelt wurde, nicht in der Startformation stehen.

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