Königsblau

Schalke bestimmt neue Finanz-Vorständin: Nachfolge für Peter Peters geklärt

Schalke hat einen Nachfolger für Peter Peters gefunden. Der Aufsichtsrat hat Christina Rühl-Hamers als neue Finanz-Vorständin bestimmt.

Update vom 2. Oktober, 10.07 Uhr: Der FC Schalke 04 hat einen Nachfolger für Peter Peters gefunden. Der Aufsichtsrat der Königsblauen 04 hat Christina Rühl-Hamers zum 1. Oktober 2020 das Amt als Vorständin Finanzen, Personal & Recht übertragen, wie der Klub am Freitag offiziell bestätigte. Der Kicker hatte bereits am Donnerstag darüber berichtet.

VereinFC Schalke 04
TrainerManuel Baum
Stadion/ArenaVeltins-Arena
VorstandJochen Schneider, Alexander Jobst

Die bisherige Direktorin Finanzen & Personal der Schalker folgt damit auf Peter Peters, der den Verein zum 30. Juni 2020 verlassen hatte. Die 44 Jahre alte Diplomkauffrau, Steuerberaterin und ausgebildete Wirtschaftsprüferin Rühl-Hamers ist bereits seit 2010 beim FC Schalke 04 tätig.

„Wichtig war uns bei der Suche nach einem neuen Finanzvorstand neben der fachlichen Expertise vor allem eine hohe Sach- und Sozialkompetenz. Christina Rühl-Hamers vereint diese Kriterien auf ideale Weise und hat uns im Aufsichtsrat eindrucksvoll davon überzeugt, dass sie die perfekte Besetzung für das Vorstandsamt ist.“, Dr. Jens Buchta, Aufsichtsratsvorsitzender des S04.

Schalke hat Nachfolge für Finanzvorstand Peters wohl geklärt

Gelsenkirchen - Bereits seit vier Monaten ist Peters Peters nicht mehr im Amt auf Schalke. Nach der Trennung des langjährigen Finanz-Vorstandes hat der Verein wohl nun eine Nachfolge-Regelung gefunden.

Finanzdirektorin Christina Rühl-Hamers, die den Posten bereits kommissarisch übernommen hatte, soll nach einem Bericht des kicker die Nachfolge von Peters antreten und in den Vorstand aufrücken.

Schalke: Rühl-Hamers soll Finanz-Vorstand werden

Die gelernte Steuerberaterin wird dort zusammen mit Jochen Schneider (Sport und Kommunikation) und Alexander Jobst (Marketing, Vertrieb und Organisation) künftig das operative Geschäft der hochverschuldeten Königsblauen übernehmen.

Immerhin: Dank des Gehaltsverzichts der Spieler und der Kurzarbeit in der Geschäftsstelle hat der finanziell schwer angeschlagene Bundesligist das Minus durch die Coronavirus bedingte Krise vorerst in Grenzen gehalten. Im ersten Halbjahr 2020 ging der Umsatz auf Konzernebene wegen der Pandemie und den Geisterspielen von 151,3 auf 102,1 Millionen Euro zurück, der Fehlbetrag beträgt aber nur 9,7 Millionen - vor einem Jahr hatte es ein Minus von 18,3 Millionen Euro gegeben.

Schalke hat weiterhin hohe Verbindlichkeiten: Schulden über 200 Millionen Euro

Die Verbindlichkeiten stiegen von 197,9 auf 205,3 Millionen Euro. Im gesamten Jahr 2020 rechnen die Königsblauen mit einem Umsatz zwischen 160 und 200 Millionen und einem Jahresfehlbetrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. In dieser Größenordnung sollen auch die Schulden steigen. Diese Zahlen gab der Traditionsklub am Mittwoch bekannt.

Schalke hatte mit strikten Sparmaßnahmen auf die Corona-Krise reagiert: Spieler, Trainer und Vorstand verzichteten auf Teile ihrer Gehälter, um die Liquidität aufrechtzuerhalten. Zudem wurden die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, Investitionsprojekte wurden gestoppt.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sanken die Einnahmen bei den TV-Geldern wegen des Verpassen des Europacups um 14 Millionen und bei den Bundesliga-Heimspielen, von denen vier ohne Zuschauer ausgetragen werden mussten, um zehn Millionen Euro. Deutliche Rückgänge verzeichneten die Königsblauen aufgrund der Geisterspiele auch in den Bereichen Sponsoring, Catering und Merchandising, zudem gingen Einnahmen aus Spielerverkäufen deutlich zurück. (sid/WA)

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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