VAR schreitet ein

„Habe wirklich Bauchschmerzen“: Schalke-Spiel sorgt für heftige Diskussionen in TV-Runde

Besonders eine Szene beim Spiel 1. FC Köln gegen Schalke 04 sorgte für Stirnrunzeln. Am Sonntag diskutierten die Experten im Doppelpass auf Sport1 hitzig.

Hamm - Der Abstieg in die 2. Liga ist für den FC Schalke 04 schon seit einigen Wochen besiegelt. Dass der S04-Kader aber am 34. Spieltag gegen den 1. FC Köln noch derart aktiv in den Abstiegskrimi eingreifen würde, das hätte wohl kaum einer gedacht. Das Saisonfinale im Tabellenkeller hätte kaum spannender sein können. Auch wegen einer ganz besonderen Szene, die am Tag darauf für hitzige Diskussionen sorgte.

VereinFC Schalke 04
TrainerDimitrios Grammozis
Arena/StadionVeltins Arena
OrtGelsenkirchen

Schalke 04: Heftige Diskussionen im Doppelpass - „Habe wirklich Bauchschmerzen“

„Ich finde es fürchterlich, wenn ich 23 Zeitlupen brauche aus verschiedenen Winkeln, aber der Betrachter im Normalspiel nicht die Möglichkeit hat das zu entscheiden. Dann ist es de facto richtig, aber vom gefühlten Fußballerleben ist es fürchterlich“, sagte Ex-Trainer und Schalke-Fan Peter Neururer am Sonntag im Sport 1 Doppelpass. Doch was war passiert bei Köln gegen Schalke?

Sebastian Andersson hatte seinen Klub in der 71. Spielminute vermeintlich in Führung geschossen. Jonas Hector schlug eine Freistoßflanke in den freien Raum zwischen S04-Abwehrkette und Keeper Ralf Fährmann. Nutznießer Sebastian Andersson stocherte die Kugel ins Netz, setzte zum Jubellauf an und wurde vom Pfiff des Schiedsrichters Daniel Siebert zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.

Schalke 04: TV-Experten diskutieren im Sport1 Doppelpass - Neururer wird deutlich

Weil Salih Özcan Salif Sané aus minimaler Abseitssituationen wegblockte, wurde aus passivem aktives Abseits. Richtige Entscheidung des Unparteiischen und des Video-Assistent-Referee (VAR) - finden auch die TV-Experten der Sendung. „Wäre das Spiel 0:0 ausgegangen, wäre es auch die richtige Entscheidung gewesen“, sagte Stefan Effenberg. Ohnehin sei die Regelauslegung im Fußball unabhängig von der Wichtigkeit eines Spiels, argumentierte er weiter.

Denn: Der 1. FC Köln wäre beim Tor von Andersson sicher in der Relegation gewesen. Werder Bremen hatte im Parallelspiel gegen Borussia Mönchengladbach gepatzt. Zwar hatten sich die Kölner dank des Treffers von Sebastiaan Bornauw dennoch mit 1:0 durchgesetzt. Das Einschreiten des VIdeo-Assistent-Referee in der 71. Spielminute hinterließ bei den TV-Experten dennoch einen faden Beigeschmack.

Besonders eine Szene bei Köln gegen Schalke sorgte für Diskussionen.

„Wenn so eine Situation, die mit dem Angriff nichts zu tun hat, einen Abstieg entscheidet, dann habe ich wirklich Bauchschmerzen“, so Sportjournalist Alfred Draxler. Peter Neururer wurde noch deutlicher nach dem Schauen des Schalke-Spiels. „Wenn eine Regel unterschiedlich interpretierbar ist, ist es eine Scheiß-Regel“, so Neururer. Hitzige Diskussionen im TV-Studio, aufgeheizte Stimmung vor dem Kölner Stadion. Während und nach dem Spiel Köln gegen Schalke kam es zu Ausschreitungen von Kölner Fans. Es gab mehrere Verletzte.

Rubriklistenbild: © Thilo Schmuelgen/dpa

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