Remis gegen FC Porto

Bei allem Frust: Schalke klammert sich an die positiven Signale

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Enttäuschung und Frust herrschte nach dem Remis gegen Porto auf Schalke.

Auf Schalke herrscht nach dem Remis gegen Porto Enttäuschung und Frust. Dennoch sehen sie positive Ansätze, mit denen auch in der Liga der Befreiungsschlag her soll.

Gelsenkirchen - Einen kurzen Augenblick musste Naldo überlegen. „Nein, ich denke nicht“, sagte der Abwehr-Routinier des FC Schalke 04: Noch nie habe der 36-Jährige in seiner Karriere zwei Elfmeter in einer Partie verursacht.

Es waren zwei Szenen mit Beteiligung des Brasilianers, die ihn ungewollt in den Mittelpunkt rückten. Und die dafür sorgten, dass sich das 1:1 zum Champions-League-Auftakt gegen den FC Porto mehr nach Frust anfühlte statt Erleichterung, nach zuvor drei Liga-Niederlagen wieder für positive Erlebnisse sorgen zu können.

Erst hatte Naldo den Ball an die Hand bekommen – Ralf Fährmann parierte stark gegen Alex Telles (13.) –, ehe Schiedsrichter Jesus Gil Manzano eine Berührung des Verteidigers an Portos Moussa Marega gesehen und auf den Punkt gezeigt hatte.

Heidel spricht von Comedy

Während die erste Elfer-Entscheidung des Referees vertretbar war, blieb beim zweiten Pfiff ein durchaus fader Beigeschmack. Otavio verwandelte nur elf Minuten nach der Schalker Führung durch Breel Embolo (64.) sicher.

„Das war überhaupt nichts, ich habe ihn nicht getroffen, das war eine Schwalbe“, sagte Naldo. Und hatte damit nicht Unrecht. Tatsächlich war kein Kontakt erkennbar. „Davon fällt man nicht um“, meinte Sportvorstand Christian Heidel: „Das war ein bisschen Comedy.“

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Deswegen herrschte bei den Königsblauen Enttäuschung darüber, dass eine mehr als fragwürdige Foulspiel-Auslegung den möglichen Sieg kostete. Dass sie sich für einen engagierten und couragierten Auftritt nicht mit drei Zählern belohnten.

Defensive Stabilität ist zurück

„Wir haben es von Beginn an grundsätzlich gut gespielt: Pressing, Gegenpressing, Mentalität, der Hunger auf zweite Bälle. Wir haben immer wieder versucht, die Bälle in den Rücken der Kette zu spielen, um für Torgefahr zu sorgen“, analysierte Trainer Domenico Tedesco. Oder, wie es Naldo formulierte: „Wir haben uns präsentiert wie in der vergangenen Saison.“

Tatsächlich stimmten gegen den portugiesischen Meister die Grundtugenden bei den Schalkern. Und auch die defensive Stabilität, die die Knappen auszeichnete, kommt allmählich zurück. „Es ist wichtig zu merken, dass wir auf dieses Fundament immer wieder zurückgreifen können“, meinte Kapitän Fährmann.

Ein berechtigter Hoffnungsschimmern. Ein kleiner. Mehr jedoch nicht. Die Schalker Sie klammern sich förmlich an die „positiven Signale“, die das Team gesendet hat. „Wir haben in Gladbach den ersten Schritt gemacht, das war jetzt der zweite“, sagte der Chefcoach. „Es ist wichtig, diese Schritte zu gehen – egal, wie klein sie auch sind.“

100 Prozent gegen Bayern kein Erfolgsgarant

Denn auf Schalke wissen sie auch: Das kann noch nicht der letzte gewesen sein. Ein weiterer muss folgen, wenn auch am Samstag im Heimspiel gegen den FC Bayern (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) etwas Zählbares herausspringen soll. Allerdings wissen sie die Lage realistisch einzuschätzen.

„Wir haben mit den Münchnern ein richtiges Brett vor uns“, sagte Fährmann. „Wir müssen 100 Prozent abrufen, aber selbst dann ist nicht gesagt, dass wir etwas mitnehmen.“

Versuchen wollen sie es natürlich. Ohne dabei an die mögliche vierte Liga-Pleite in Folge zu denken. „Jetzt sagen die Ersten, jetzt kommen die Bayern. Ja, dann kommen sie eben“, so Heidel: „Es wird nicht so sein, dass wir am Samstag mit schlotternden Knien auf das Feld gehen.“

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