Schalke: Keine Neuzugänge trotz Rafinha-Millionen

GELSENKIRCHEN - Der nachträgliche Geldregen für den vor fünf Jahren abgegeben Rafinha verschafft Fußball-Bundesligist Schalke 04 keinen weiteren Spielraum für Winter-Neuzugänge.

"Das Geld haben wir schon längst im Etat verplant", sagte Schalkes Finanzvorstand Peter Peters der WAZ. Auch Mediendirektor Thomas Spiegel betonte, es handele sich um "keine Zusatzeinnahme, sondern die Summe war im laufenden Haushalt fest eingeplant, weil wir davon überzeugt waren, dass wir unser Recht bekommen".

Der italienische Erstligist FC Genua 93 hatte in den vergangenen Tagen die fünf Millionen Euro Ablöse inklusive Verzugszinsen für den heutigen Münchner Bayern-Profi Rafinha (29) überwiesen. Der Brasilianer war bereits im Sommer 2010 von den Gelsenkirchenern nach Genua gewechselt. Von den vereinbarten sieben Millionen Euro Ablöse für den Rechtsverteidiger hatte der Verein aus der Serie A zunächst aber nur die erste Rate von 3,25 Millionen gezahlt. Die restliche Summe blieb Genua trotz mehrfacher Klagen der Schalker, die sogar vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen waren und dort recht erhalten hatten, bisher schuldig.

Erst nachdem der Weltverband FIFA mit schwerwiegenden Sanktionen vom Punktabzug bis zum Zwangsabstieg aus der Serie A gedroht hatte und eine letzte Zahlungsfrist am 6. Januar verstrichen war, überwies Genua das Geld. - sid

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