Aufsichtsrat

Abschied auf Schalke: Huub Stevens hört im Sommer ganz auf - das sind seine Gründe

Huub Stevens will sein Amt auf Schalke am Ende der Saison niederlegen, indem er nicht mehr für den Posten im Aufsichtsrat kandidiert. Das sind die Gründe für seinen S04-Abschied.

Gelsenkirchen - Der einst von den Fans zum „Jahrhunderttrainer“ gewählte Huub Stevens verlässt den FC Schalke 04 im Sommer. Stevens gehört seit 2018 dem Schalker Aufsichtsrat an. In dieser Zeit übernahm er zweimal als interimsweise das Ruder als Cheftrainer, zuletzt noch einmal für zwei Pflichtspiele in dieser Saison.

Vollständiger NameHubertus Jozef Margaretha Stevens
Geburtstag29. November 1953
GeburtsortSittard, Niederlande
FunktionAufsichtsrat auf Schalke

Schalke: Huub Stevens macht endgültig Schluss - Keine Wiederwahl für Aufsichtsrat

Für Huub Stevens selbst kamen seine beiden jüngsten Trainer-Engagements auf Schalke unerwartet: „Ich habe in den vergangenen drei Jahren sehr viel erlebt und hätte nicht gedacht, dass ich noch zwei Mal auf der Bank sitzen werde“, erklärte der „Knurrer von Kerkrade“ in einem Interview auf der Klub-Homepage. Doch der Verein habe ihn in einer schwierigen Situation gebraucht.

Nur wenige Monate später ist die Situation des FC Schalke 04 nicht weniger schwierig geworden. Deshalb sei es für Huub Stevens eine schwere Entscheidung gewesen, sein offizielles Amt im Aufsichtsrat niederzulegen. „Nun habe ich mich aber schweren Herzens entschieden, dass meine Zeit im Schalker Aufsichtsrat nach drei sehr bewegten und herausfordernden Jahren im Sommer endet“, erklärt der 67-Jährige.

Die Gründe für seinen endgültigen Abschied liegen auf der Hand, hatte sich Huub Stevens doch bereits wenige Jahre zuvor schon aus privaten und gesundheitlichen Gründen zurückziehen wollen. „Ich bin 67 Jahre alt und glaube, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, mich nur noch um meine Familie zu kümmern. Das betrifft natürlich in erster Linie meine Frau, die im Dezember wieder viel Zeit ohne mich auskommen musste, als ich auf die Trainerbank zurückgekehrt bin“, erklärte Huub Stevens.

Schalke: Stevens zieht sich aus Aufsichtsrat zurück - Seine Meinung zu Mustafi und Kabak

Verbunden bleiben will Huub Stevens dem FC Schalke 04 trotz seines Rückzugs aus dem Aufsichtsrat, über den auch Ruhr24.de* berichtet, allemal. „Ich stehe natürlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und möchte und werde mich auch weiter einbringen, nur eben nicht mehr in einem offiziellen Amt“, betonte der Niederländer, der mit Schalke 1997 den UEFA-Cup gewann.

Huub Stevens will sich im Sommer 2021 zurückziehen, um sich mehr um seine Familie zu kümmern.

Dass sein Abschied nichts damit zu tun hat, etwa das sinkende Schiff zu verlassen und sich in einer prekären Situation aus dem Staub zu machen, verdeutlichte Huub Stevens zudem in einem Interview mit Sport1: „Ich renne nicht weg. Ganz und gar nicht. Wer das sagt, hat nichts kapiert. Ich werde alle Verpflichtungen wahrnehmen bis zur Versammlung. Ich stelle mich nur nicht mehr zur Wiederwahl. Das ist etwas ganz Anderes.“

In dem Interview bezog Huub Stevens auch Stellung zum Transfer-Karussel am Deadline Day, wonach Ozan Kabak zum FC Liverpool wechselt und sich Shkodran Mustafi Schalke 04 anschließt. „Er (Shkodran Mustafi, Anm. d. Redaktion) hat Erfahrung, ist ein Leader auf dem Platz. Nur hoffe ich ganz schwer, dass er wieder seinen Rhythmus findet, um wichtig zu sein auf dem Rasen. Dann ist Mustafi ein absoluter Gewinn. Kabak ist natürlich ein Verlust“, sagte Stevens mit Blick auf die Änderungen im Schalker Kader.

Während Stevens nicht mehr für den Aufsichtsrat auf Schalke kandidieren will, gibt es einen, der dieses Amt gerne bekleiden würde. Stefan Barta möchte sich bei der nächsten S04-Mitgliederversammlung am 13. Juni zur Wahl stellen. Der 57-Jähriger ist scharfer Kritiker des Systems Clemens Tönnies und war Initiator der Proteste gegen den Ex-Boss. - *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner / dpa

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