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Schalke meldet Verlust von 17,8 Millionen Euro - aber finanziell „auf dem richtigen Weg“

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Schalke hat seine Geschäftszahlen für 2021 bekannt gegeben. Trotz eines Millionen-Verlusts sehen sich die Verantwortlichen „auf dem richtigen Weg“.

Gelsenkirchen - Schalke 04 verzeichnet im Geschäftsjahr 2021 einen Millionen-Verlust. Die Verantwortlichen sehen sich dennoch „auf dem richtigen Weg“. Denn im gleichen Zeitraum konnten die Verbindlichkeiten des Vereins um etliche Millionen gesenkt werden. Der erfolgreiche Umbau des S04-Kaders nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga sei der Schlüssel zur Bewältigung der finanziellen Herausforderungen gewesen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins - die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Vereins konnte demnach gestärkt und „zentrale Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr signifikant“ verbessert werden.

FußballvereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
Arena/StadionVeltins-Arena

Schalke meldet Verlust von 17,8 Millionen Euro - finanziell „auf dem richtigen Weg“

Der Verlust des Vereins beläuft sich in 2021 auf 17,8 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Schalke noch einen Verlust von 52,6 Millionen Euro verbucht. „Gleichzeitig ist es gelungen, die Gesamtverbindlichkeiten im selben Zeitraum von rund 217 Millionen Euro auf 183,5 Millionen Euro (-33,5 Millionen Euro) und die Finanzverbindlichkeiten von 149 Millionen Euro auf 140,6 Millionen Euro zu senken“, teilt der Verein mit. Hauptverantwortlich für die Finanzen ist Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers bei Königsblau. Der Umsatz der Schalker lag 2021 bei 167,1 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahresniveau von 174,7 Millionen Euro.

„Die Entwicklung dieser Kennziffern verdeutlicht, dass unsere Maßnahmen greifen. In der Rückrunde 2020/2021 konnten wir wegen der Covid-19-Restriktionen kein einziges Ticket verkaufen, mussten nach dem Abstieg trotz stark sinkender Einnahmen einen historisch einmaligen Kaderumbau vollziehen und gleichzeitig die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Vereins erhalten. Das alles ist uns im skizzierten Kontext erfolgreich gelungen“, wird Rühl-Hamers in der Vereinsmitteilung zitiert.

Schalke 04: Etat für Kader um 60 Millionen Euro gesenkt

Sportvorstand Peter Knäbel und Sportdirektor Rouven Schröder sei es gelungen, den Etat im Transfersommer 2021 um 60 Millionen zu senken „und gleichzeitig eine neue konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen“. Von 80 Millionen sank der Etat für den Schalker Kader auf nunmehr 20 Millionen Euro. Der rechtzeitige Stopp des Infrastrukturprojektes „Berger Feld“ und die Implementierung neuer Entscheidungsprozesse, insbesondere zwischen Finanzen und Sport, haben nach Angabe des Vereins dazu beigetragen, den Verein handlungsfähig zu halten und die Verbindlichkeiten abzutragen. Zudem geht Schalke 04 einen einmaligen Weg in Deutschland, was Sponsoring anbelangt, wie Ruhr24* berichtet.

Christina Rühl-Hamers
Die Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers des Fußball-Clubs Schalke 04. © Wolf von Dewitz/dpa

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2022 arbeite der Verein weiter an der „erfolgreichen Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses“. Derzeit befindet sich die Finanz-Abteilung im engen Austausch mit dem Sport, um die Etat- und Kaderplanung ligaunabhängig voranzutreiben.

Schalke hat Partnerschaft mit Gazprom gekündigt

Das Ende der Partnerschaft mit dem russischen Hauptsponsor Gazprom soll darauf keinen Einfluss haben. Dank des neuen Trikot-Partners Vivawest und weiterer bevorstehender Sponsoring-Abschlüsse sei man im Vorstand sehr zuversichtlich, die entstandene Lücke schließen zu können, ergänzt die 45-jährige Rühl-Hamers. Abschließend heißt es: „Schalke mit seinen 160.000 Mitgliedern und Millionen Fans hat in sich eine unheimlich große Kraft, und wir arbeiten daran, diese wieder auf und neben den Platz zu bringen.“ *Ruhr24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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