0:0 gegen Mainz war rasante Nullnummer

GELSENKIRCHEN Horst Heldt hatte es geahnt. „Die sind einfach gut“, hatte Schalkes Manager einen Tag vor dem Spiel gegen den FSV Mainz 05 das Spielniveau des nächsten Gegners recht schlicht, aber treffend beschrieben.

Von Jens Greinke

Zumindest waren die Mainzer so gut, dem FC Schalke 04 in einer aufregenden Partie ein 0:0-Remis abzuringen. Damit nahm die Schalker Siegesserie nach vier Dreiern in Folge vorerst ein Ende. Zudem verpasste es die Mannschaft von Trainer Jens Keller zumindest vorübergehend den BVB vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen. "Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein, Mainz hat sehr gut gespielt", sagte Jens Keller nach dem Schlusspfiff: "Sie haben die Räume sehr eng gemacht. Deshalb haben wir uns schwer getan."

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0:0-Remis zwischen Schalke und Mainz

Die Hoffnung auf eine Rückkehr von Mannschaftskapitän Benedikt Höwedes hatte sich nicht erfüllt. Der Defensiv-Spezialist schaffte aufgrund seines Trainingsrückstandes noch nicht einmal den Sprung in den Kader. Und Julian Draxler nahm nach zweimonatiger Verletzungspause zunächst auf der Auswechselbank platz. Jens Keller vertraute dafür erneut Leon Goretzka, der eine Woche zuvor in Leverkusen eine hervorragende Leistung samt Traumtor geboten hatte. „Leon tut es sicher gut, auch heute in der Startelf zu stehen“, hatte Keller vor der Partie gesagt. Höwedes wurde von Tim Hoogland auf der rechten Abwehrseite weiter vertreten.

Die Partie zwischen dem Vierten und Siebten der Tabelle entwickelte sich schnell zu einem recht rasanten Spitzenspiel, in dem sich beide Teams nicht viel schenkten. Die Gäste aus Mainz waren in der Anfangsphase sogar leicht überlegen. Die Mannschaft von Thomas Tuchel piesackte die zuletzt so stabil stehende Schalker Defensive immer wieder mit trickreichen und schnellen Spielzügen. Nachdem Schalke-Keeper Ralf Fährmann in der 19. Minute einen Distanzschuss von Elkin Soto abwehrte, hatte in der Folge der quirlige Shinji Okazaki zwei aussichtsreiche Szenen. Doch zunächst luchste der aufmerksame Felipe Santana dem Japaner den Ball im letzten Moment ab (26.), ehe drei Minute Später Fährmann mit einem bemerkenswerten Reflex einen Schuss des Mainzers abwehrte.

Ähnlich glücklos war auf der Gegenseite Jefferson Farfan, der ebenfalls zweimal die Chance zur Führung hatte – jeweils nach toller Vorarbeit von Max Meyer. Zunächst landete der Schuss des Peruaners am Außennetz (33.). In der 41. Minute wurde ein Schuss Farfans schließlich noch knapp in Toraus abgefälscht. So blieb es nach aufregender erster Halbzeit beim torlosen Remis.

Die Partie blieb im zweiten Durchgang hochklassig und kurzweilig. Bereits nach 27 Sekunden musste FSV-Keeper Loris Karius vor dem immer sicherer spielenden Goretzka klären. In der 52. Minute hatten die Schalker Fans den Torschrei bereits auf den Lippen: Doch Max Meyer konnte einen schlampig gespielten Abstoß von Karius nicht zur Führung verwerten. "Da müssen wir eigentlich das 1:0 machen", ärgerte sich Keller später.

In der 65. Minute brachte Jens Keller dann Julian Draxler ins Spiel – und zwar nicht für Goretzka auf links, sondern für Meyer auf der zentralen Position. Doch die Hereinnahme des Jungstars brachte letztlich nichts mehr. Die Partie blieb zwar offen bis zum Schlusspfiff, doch keines der beiden Teams konnte seine Chancen letztlich nutzen.

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