Im Spiel gegen den FC Bayern

Di Santo sorgt bei Auswechslung für Eklat: So rechtfertigt sich der Stürmer

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Schalkes Franco Di Santo (l.) stänkerte bei seiner Auswechslung gegen den FC Bayern gegen Mitspieler und Trainer.

Franco Di Santo sorgt nach seiner Auswechslung gegen den FC Bayern ein Eklat und spricht anschließend von einem Missverständnis. Schalkes Trainer Domenico Tedesco hat eine klare Meinung.

Gelsenkirchen - Auf dem Rasen hatte Franco Di Santo weniger für Aufsehen gesorgt. Umso mehr dafür bei seiner Auswechslung im Spiel gegen den FC Bayern. Als Schalkes Trainer Domenico Tedesco den Argentinier nach 65 Minuten aus der Partie genommen hatte, war er damit alles andere als zufrieden.

Erst einmal verweigerte der Stürmer das Abklatschen mit der Bank, ehe er sich noch einen Disput mit seinem Chefcoach lieferte. Wie die TV-Bilder belegen, zeigte er mit den Fingern die Nummer sieben - und wollte damit wohl sagen, dass Tedesco lieber Mark Uth hätte raus nehmen sollen. Dazu soll er seinen Coach verbal auf Spanisch beleidigt haben.

"Wir wissen, dass Franco hier keinen leichten Stand hat. Dennoch sehen wir etwas in ihm. Wir reden ihn stark - und dann ist das enttäuschend. Gute Erziehung wäre da nicht so verkehrt", sagte Tedesco nach dem 0:2 gegen den Rekordmeister.

Respektlos gegenüber den Mitspielern

An sich sei es ein gutes Zeichen, wenn ein Spieler enttäuscht über seine Auswechslung sei. "Aber das müssen wir stilvoll machen", erklärte der Coach: "Das ist auch gegenüber seinen Mitspielern respektlos."

Schließlich würden auch seine Kollegen wie Amine Harit, der Di Santo ersetzte, und Yevhen Konoplyanka, die zuletzt weniger zum Zuge gekommen waren, auf ihre Einsätze brennen.

Schalke 04 gegen Bayern München in Bildern

Tedesco ergänzte: "Wir sind sauber, fair und respektvoll - auf und außerhalb des Platzes. Und das wollen wir auch bleiben." Schalkes Sportvorstand Christian Heidel meinte, dass Di Santo sich ein Beispiel an Bayerns Stürmer Robert Lewandowski nehmen, "wie er die Auswechslung akzeptiert hat".

Di Santo selbst wollte sich anschließend "bei meinem Trainer, meinen Mitspielern und den Fans von diesem großen Verein entschuldigen", schrieb er auf Instagram: "Ich sehe ein, dass ich mich falsch verhalten habe. Und es gibt nichts, um meinen Fehler zu rechtfertigen."

Seltsame Erklärung

Der 29-Jährige verwies auf sein "heißes Blut" sowie seinem Wettbewerbsgeist, die ihn verleitet hätten: "Ich möchte immer spielen, ich möchte immer gewinnen. Ich bin Argentinier und gehe in jeden Zweikampf, als wäre es mein Leben. Aber das ist ein Mannschaftsspiel, und nicht nur deshalb werde immer die Entscheidungen meines Trainers respektieren." Viel mehr sehr er dem Coach dankbar, dass er auf ihn setze.

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Vor allem möchte ich mich bei meinem Trainer, meinen Mitspielern und den Fans von diesem großen Verein entschuldigen. Ich sehe ein, dass ich mich falsch Verhalten habe. Und es gibt nichts um meinen Fehler zu rechtfertigen, ich möchte sagen, dass mein heißes Blut und mein Wettbewerbsgeist mich verleitet haben. Ich möchte immer spielen, ich möchte immer gewinnen. Ich bin Argentinier und gehe in jeden Zweikampf als wäre es mein Leben. Aber das ist ein Mannschaftsspiel und nicht nur deshalb werde immer die Entscheidungen meines Trainers respektieren. First of all I want to apologize to the manager, my teammates and the supporters of this great Club. I accept that I made a mistake. Although there is no justification for this reaction, I want to say that I was betrayed by my hot blood and competitiveness! I always want to play, I always want to win. I am Argentinian and I leave my life in every ball. But this is a team game and I will always respect the decisions of my manager. Antes que nada quisiera pedir perdón a mi entrenador, a mis compañeros y a la hinchada de este gran club en general. Reconozco que me equivoqué. Y aunque nada justifique mi error, quiero decir que me traicionó mi sangre caliente y mi competitividad! Siempre quiero jugar, siempre quiero ganar. Soy argentino y dejo la vida en cada pelota. Pero este es un juego de equipo y siempre voy a respetar las decisiones de mi entrenador. #S04 @S04

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Er allein trage die Verantwortung - und wolle sein Verhalten nicht gegen Tedesco und auch nicht etwa gegen Uth verstanden wissen. "Ich wollte damit die 67. Minute anzeigen", lautete die seltsame Erklärung des Argentiniers: "Es war nichts gegen Mark." 

Tedesco lässt Strafe offen

Ob der Trainer den Stürmer mit einer Strafe belegt, ließ er am Samstagabend offen. "Es ist wichtig, eine Nacht darüber zu schlafen und dann darüber zu sprechen", berichtete der 33-Jährige: "Das machen wir aber intern."

Die Beteiligten versuchten derweil, etwas Luft aus der Sache zu nehmen - wie etwa Kapitän Ralf Fährmann, der von einem "Missverständnis" sprach: "Es war unnötig, aber es kam offenbar falsch rüber. Es hat gesagt, dass es ihm leid tut."

Dennoch deutet einiges darauf hin, dass der 29 Jahre alte Argentinier dafür sanktioniert wird. Auch wenn Di Santo meinte: "Ich hoffe nicht." Doch nach einem Missverständnis sah es beim besten Willen nicht aus.

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