Trainingslager in Benidorm

"Alles vergessen": Schalke und das Kopf-Problem

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Matija Natasic (links) und Co. im Schalker Trainingslager in Benidorm.

Bei Schalke 04 lief in der Hinrunde einiges schlechter als in der Saison zuvor. Vieles spiele sich auch im Kopf ab.

Benidorm – Strafe muss sein. Das ist auch im Fußball so. Für einige Schalker Spieler bedeutete dies am Sonntagmittag: Liegestütze. Und zwar für die Gruppe, die die Torschuss-Übungen zum Ende der Vormittagseinheit verloren hatte. Wobei gesagt werden muss, dass die Abschlüsse generell stark ausbaufähig sind – milde formuliert.

Die Tor-Ausbeute war eines von vielen Problemen, die für die miserable Hinrunde der Schalker sorgten. Im Trainingslager an der Costa Blanca wollen sie dafür sorgen, dass es wieder besser läuft. „Wir müssen bei Null anfangen“, betont Innenverteidiger Matija Nastasic (25). „Es ist wichtig, dass wir vergessen, was in der ersten Saison-Hälfte war.“

Denn – das war zuletzt mehrfach von den königsblauen Protagonisten zu hören – das Mentale sei dabei nicht zu vernachlässigen. „Alles kommt vom Kopf, das ist das Wichtigste“, erklärt Nastasic.

Selbstvertrauen gesunken

Daniel Caligiuri (30) stimmt zu: „Der Kopf spielt im Fußball eine ganz, ganz große Rolle – vor allem, wenn man in der Tabelle nicht gut dasteht. Du musst mit dem Kopf immer präsent sein, weil es Schlag auf Schlag geht und die Saison dann plötzlich vorbei ist.“

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Das habe sich auf viele Bereiche ausgewirkt. Zum Beispiel auf die Tatsache, dass die Schalker Standards bei weitem nicht mehr so erfolgreich waren wie in der Saison zuvor. Caligiuri, in der vergangenen Serie noch einer der besten Freistoß- und Ecken-Schützen, war betroffen.

„Aber du darfst bei deinem Eckball nicht überlegen“, sagt er: „Du musst dich konzentrieren und ihn einfach reinbringen. Wenn du zu viel überlegst, wo er hin soll, kommt er dann scheiße.“ So, wie viele die Schalker Hinrunde in der Bundesliga bezeichnen würden.

Zurück zu alter Form und Mentalität

Dass der Start mit fünf Niederlagen zu Beginn sein Übriges getan hatten, räumt Nastasic ein: „Danach war es schwierig, zurückzukommen. Viele Spieler haben an Selbstvertrauen verloren. Es ist normal: Wenn du nicht triffst und Spiele verlierst, beginnst du darüber nachzudenken, was falsch gelaufen ist. Das war unser größtes Problem: Wir haben mehr über vergangene Begegnungen nachgedacht als über den nächsten Gegner.“

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Daher laute die Devise nun, zu „alter Form und Mentalität“ zurückzufinden. „Wir haben nicht so als Team gespielt wie in der Vorsaison“, sagt Nastasic: „Wir müssen uns verbessern, und ich hoffe, dass wir einen großen Schritt machen.“ Daran arbeiten die Königsblauen unter der spanischen Sonne. „Wenn wir hart arbeiten und das umsetzen, was der Trainer verlangt, können wir einen großen Schritt machen.“

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