Dank Boateng

Schalke feiert 2:1-Sieg gegen zehn Wolfsburger

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Kevin-Prince Boateng (links) traf in der 81. Minute für die Schalker.

GELSENKIRCHEN -  Der FC Schalke 04 hat Verfolger VfL Wolfsburg abgeschüttelt und sich im Kampf um die Champions-League- Plätze in eine gute Position gebracht. In einer kampfbetonten Partie am Samstag gewannen die Königsblauen dank des Siegtreffers von Kevin-Prince Boateng in der 81. Minute mit 2:1 (1:1) und setzten sich in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga fest.

Felipe Santana (9.) hatte Schalke vor 61.142 Zuschauern in der Arena in Führung gebracht, Maximilian Arnold sorgte trotz Unterzahl (65.) für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Denn von der 50. Minute an mussten die "Wölfe" mit zehn Spielern auskommen, nachdem Daniel Caligiuri wegen Meckerns Rot gesehen hatte.

Im Verfolgerduell des Fünften mit dem Sechsten musste Schalke ohne den gelb-gesperrten Atsuto Uchida auskommen. Seine Position rechts in der Viererkette übernahm nach überstandenem Muskelbündelriss und auskurierter Magen-Darm-Grippe Benedikt Höwedes. Der Kapitän hatte beim 3:0-Rückrundenauftakt in Hamburg noch gefehlt. Für Christian Fuchs (Knieprobleme) rückte Chinedu Obasi in die Startelf.

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2:1 für Schalke gegen VfL Wolfsburg

VfL-Coach Dieter Hecking nahm nach dem 1:3 gegen Hannover drei Änderungen vor: Patrick Ochs verdrängte Christian Träsch, Ivan Perisic spielte für den erst tags zuvor zu Atletico Madrid gewechselten Diego, und Caligiuri rückte für den verletzten Slobodan Medojevic (Oberschenkelzerrung) ins Team.

Die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie sich für die höchste Saisonniederlage (0:4 im Hinspiel) revanchieren wollten und machten mächtig Dampf. Zunächst zwang Boateng VfL-Keeper Diego Benaglio zu einer Glanzparade (8.), die nachfolgende Ecke brachte die frühe Schalker Führung (9.). Nach der Hereingabe von Jefferson Farfán tauchte Boateng ab und köpfte zu Santana, der den Ball über die Torlinie bugsierte.

Bei Wolfsburg versuchte der fleißige 20-Millionen-Euro-Neuzugang Kevin De Bruyne dem Spiel Struktur zu geben. Nach einer Ecke des belgischen Nationalspielers köpfte Naldo (20.) den Ball zwar ins Schalker Tor. Doch Schiedsrichter Wolfgang Stark gab den Treffer nicht, weil Naldo sich bei seinem Landsmann Santana aufgestützt hatte.

   Schalkes Keeper Ralf Fährmann musste erstmals bei einem Schuss von Ochs (24.) eingreifen. Die Niedersachsen waren nun besser im Spiel. Fährmann verhinderte nach einem Freistoß von Ricardo Rodriguez, den Luiz Gustavo noch mit dem Kopf weiterleitete, mit einer Glanzparade den Ausgleich.

Kurz nach dem Wechsel schwächte sich Wolfsburg selbst, als Caligiuri vom Platz musste (50.). Nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung hatte er offenbar die Unparteiischen beleidigt. Längst war die Partie von vielen Fehlpässen und harten Zweikämpfen geprägt, von Spielfluss war auf beiden Seiten wenig zu sehen. Schalke verpasste es lange Zeit, mit dem zweiten Tor für klare Verhältnisse zu sorgen und wachte erst nach dem 1:1 wieder auf. Doch Benaglio verhinderte zunächst mit guten Paraden gegen Max Meyer (70.) und Leon Goretzka (71.) die Niederlage. Bei Boatengs Flachschuss war der Schweizer dann aber machtlos.

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