Schalke-Fans distanzieren sich von den "Hugos"

SCHALKE - Die Sprechchöre, die erklangen, waren für einen Schalke-Fan die beleidigensten, die es gibt. „Ihr seid scheiße wie der BVB“ und „Wir sind Schalker, und ihr nicht“ riefen tausende Besucher der Schalker Arena am Samstag jenen Chaoten zu, die kurz vor Anpfiff der zweiten Halbzeit etliche Bengalos entzündet hatten.

Was zur Folge hatte, dass eine Tunnelabdeckung Feuer fing und die Partie gegen Frankfurt erst mit Verzögerung fortgesetzt werden konnte. Verantwortlich für die Aktion war ganz offensichtlich die Gruppierung „Hugos“, die bereits mehrfach negativ aufgefallen ist. Gegen mehr als 100 Mitglieder war nach den Vorfällen beim Derby in Dortmund ein bundesweites Stadionverbot ausgesprochen worden, das allerdings erst nach dem Frankfurt-Spiel in Kraft trat. Nach der Aktion verließen alle Hugo-Mitglieder die Tribüne.

„So etwas ist absolut zu verurteilen. Ich denke, unsere Fans haben die richtige Anwort gegeben“, sagte Schalkes Sportdirektor Horst Heldt. Lediglich die Ultras in der Nordkurve hatten die Bengalo-Aktion mit Applaus begleitet, der Großteil der Menschen im Stadion verurteilte die Aktion aufs Schärfste. „Ich fand die Reaktion der Fans richtig und gut“, lobte Schalke-Keeper Lars Unnerstall. Nach Angaben der Gelsenkirchener Polizei wurde gegen etwa 60 Fans wegen des Abbrennens der Bengalischen Feuer Strafverfahren eingeleitet. „Wir haben die Aktion videografiert und die Personen identifiziert. Dann haben wir sie nach dem Spiel abgefangen“, sagte Polizeisprecher Konrad Kordts. - gre

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