Schalke 04

"Im Traum nicht vorstellen können": So erklärt Heidel den Abgang von Naldo

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Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Der Abgang von Naldo von Schalke zur AS Monaco schlägt hohe Wellen. Sportvorstand Christian Heidel erklärt die Hintergründe zum Wechsel. 

Benidorm - Diese Personalie sorgt weiterhin für Diskussionen. Wir kann der FC Schalke 04 bloß einen verdienten Spieler wie Naldo ziehen und zur AS Monaco wechseln lassen? Für Christian Heidel ist das keine Überraschung.

"Ich habe zu Naldo gesagt, dass wir dafür auf die Fresse bekommen werden, wir es aber trotzdem für ihn machen", sagt der Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten: "Wir wussten, dass es extern schwierig wird. Aber wir haben auch gewusst, dass es intern schwieriger werden würde, wenn wir es nicht machen."

Was so viel bedeutet wie: Die Unzufriedenheit bei Naldo wäre größer geworden – und damit auch die Gefahr, ein Unruheherd innerhalb der Mannschaft zu werden, den Schalke in der Truppe nicht haben möchte. "Henry (Monacos Trainer Thierry Henry, Anm. d. Red.) wird ihm gesagt haben: 'Du spielt hier immer und wirst dafür entsprechend entlohnt.' Vor dieser Problematik standen wir. Aber wir wollen jetzt Ruhe im Kader haben und verstärkt auf den Mannschaftsgeist achten." Worte, die viel aussagen. Königsblau befürchtete bei einem "Nein" kurz- bis mittelfristig Streit mit Naldo, der sich auf das ganze Team auswirken könnte.

Bedingungen bei Verlängerung akzeptiert

Die Tatsache, dass der Brasilianer nicht mit in jedem Spiel 90 Minuten auf dem Platz stand und auch in Zukunft keine absolute Stammkraft mehr sein würde, sei mit Naldo genau so bis ins Detail besprochen worden vor seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis Sommer 2020 im vergangenen Oktober. 

Kommentar: Naldos Abgang ist schade, aber sportlich nachvollziehbar

Heidel: "Wir haben ihm gesagt: 'Wir haben großes Vertrauen, du bist wichtig – nicht nur auf dem Feld, sondern auch neben dem Platz. Fakt ist aber auch, dass du nicht mehr alle 34 Spiele in der Bundesliga machen wirst.‘" Die Bedingungen habe er so akzeptiert.

Gespräche über Zeit nach der Karriere

Das sei sogar nicht alles gewesen, wie der 55-Jährige berichtet: "Wir haben noch vor einigen Wochen miteinander diskutiert, was er nach seiner Karriere auf Schalke machen könnte. Da ging es um Repräsentanz, da ging es um ein Studium." Naldo habe sogar bei Marketing-Vorstand Alexander Jobst gesessen und das thematisiert.

In Woche vor dem letzten Hinrunden-Spiel beim VfB Stuttgart am 22. Dezember sei dann Naldos Berater auf Heidel zugekommen mit den Worten: "Naldo hat ein Angebot, das er so morgen nicht wieder bekommen wird." Vorher habe er sich "im Traum nicht vorstellen können, dass er Junge noch einmal wechselt". Der weitere Verlauf der Dinge ist bekannt.

Was nicht bedeuten soll, dass die Tür für den Abwehr-Routinier nach seiner Karriere geschlossen ist, wenn es um mögliche Funktionen geht. "Wenn Naldo das möchte", erklärte Heidel, "können wir morgen darüber reden. Er wird immer ein Bild von Schalke sein, das hat er sich auch verdient."   

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