Entwicklung von Julian Draxler wirft Fragen auf

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Julian Draxler

LESERKUSEN/GELSENKIRCHEN - Während Benedikt Höwedes geradezu wie ausgewechselt aus Brasilien zurückgekehrt ist und unter dem Zuckerhut zu einem echten Führungsspieler auf und neben dem Platz heran gereift ist, wirft die derzeitige Entwicklung des zweiten Schalker Weltmeisters viele Fragen auf.

Nachdem bereits die vergangene Saison eine kleine Enttäuschung war, läuft Julian Draxler auch in dieser Spielzeit seinen eigenen und den Erwartungen seines Umfeldes hinterher. In Leverkusen gelang dem hoch gelobten Talent so gut wie nichts.

„Er ist in einer Phase, in der er noch viel lernen muss“, sagte Horst Heldt nach dem 0:1 bei der Werkself. Draxler, der von Trainer Roberto Di Matteo wieder als Linksaußen eingesetzt worden war, konnte dem Schalker Offensivspiel keine Impulse geben. In Erinnerung blieb eher ein katastrophaler Ballverlust im Aufbauspiel, der fast zu einem Gegentreffer geführt hatte.

„Im Augenblick kann ihm auf dem Platz keiner helfen“, sagte Heldt: „Er muss selbst die Initiative ergreifen.“ Abseits des Rasens hingegen werde „viel mit ihm gesprochen“.

Fest steht, dass Draxler es weiterhin nicht schafft, sein unbestreitbares Potenzial auszuschöpfen. Es wird eine der wichtigsten Aufgaben von Di Matteo sein, dieses in den kommenden Monaten offen zu legen und zu fördern. „Denn Julian ist ein Spieler, der den Unterschied ausmacht“, ist sich Heldt weiterhin sicher, dass der 21-Jährige, der eine 45-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel in seinem Vertrag stehen hat, vor einer großen Zukunft steht: „Er hat genug Qualität, dass er das hin bekommt“, sagt der 44-Jährige. - gre

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